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PISA-Sonderauswertung: Ergebnisse bestätigen Richtigkeit der Schulreformen

Eine PISA-Sonderauswertung zeigt, dass die von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek umgesetzten Schulreformen wie die Neue Mittelschule und der Ausbau der Ganztagsschulen positive Effekte haben. Das Bildungsreformpaket wird noch mehr Chancengerechtigkeit bringen.

Grundlage für die Sonderauswertung sind die im Jahr 2012 erhobenen PISA-Daten. Die BildungsforscherInnen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben bei ihrer aktuellen Auswertung besonders die Gruppe der so genannten Low Performer untersucht, also SchülerInnen mit Leistungsschwächen. Als Risikofaktoren für Leistungsschwächen nennt die Auswertung Bildungsvererbung, Sozialstatus, aber auch Kindergarten-Absenz – die sich in Kombination besonders stark auswirken. Die Detailauswertung zeigt auch, dass Österreich besser als der OECD-Durchschnitt liegt. Im Vergleich zur ersten PISA-Studie ist der Anteil an schwachen SchülerInnen zurückgegangen – sowohl beim Lesen als auch in den Naturwissenschaften.

Bestätigung für gemeinsame Schule und ganztägige Schulformen

Für Bildungsministerin Heinisch-Hosek bestätigen die Ergebnisse, „dass das zweite verpflichtende Kindergartenjahr, die Einführung der Neuen Mittelschule und ganztägige Schulformen positive Effekte erzielen“. Besonders wichtig in Sachen Chancengerechtigkeit sind die gemeinsame Schule und ganztägige Schulformen. „Risikofaktoren wie geringe Sprachkenntnisse oder Sozialstatus sind besser ausgleichbar. Mit der Durchmischung der SchülerInnen kann gezielt auf diese Faktoren eingegangen werden“, sagte die Ministerin.

Reformen müssen mit vollem Schwung weitergehen

Für SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann „tragen die von Bildungsministerin Heinisch-Hosek umgesetzten Schulreformen Früchte und führen zu mehr Chancengerechtigkeit“. Angesichts der nach wie vor bestehenden Bildungsvererbung sei aber auch klar, „dass die Schulreformen nicht gebremst werden dürfen, sondern mit vollem Schwung weitergehen müssen“. Eine zentrale Rolle dabei spielt das im November präsentierte umfassende Bildungsreformpaket, das ein Turbo für mehr Chancengerechtigkeit ist. Maßnahmen wie die zügige Umsetzung der gemeinsamen Schule in Modellregionen, die Stärkung des Kindergartens als Bildungseinrichtung, aber auch der Ausbau der Schulautonomie sind für Grossmann „unabdingbar, wenn wir wollen, dass die Bildungschancen unserer Kinder von ihren Begabungen und Talenten und nicht vom Geldbörsel ihrer Eltern abhängen“.