Arbeitsmarkt entlasten – Entsenderichtlinie darf nicht zu Lohndumping führen

Dass der österreichische Arbeitsmarkt aktuell angespannt ist, steht angesichts der hohen Zahl an Arbeitslosen außer Streit. Die SPÖ setzt sich für Maßnahmen ein, die Wachstum bringen, die Arbeitslosigkeit reduzieren sowie Lohn- und Sozialdumping verhindern.

Bundeskanzler Werner Faymann hat sich daher im Zuge seines Italien-Besuchs klar für Wachstumsimpulse und strengere Regeln am europäischen Arbeitsmarkt ausgesprochen. „Wir sehen, dass etwa der österreichische Arbeitsmarkt durch die Flüchtlingssituation und offene Grenzen stark belastet wird. Daher streben wir eine Entlastung an. Ein Ansatzpunkt ist eine Reform der EU-Entsenderichtlinie, wie sie auch Bundeskanzler Faymann fordert“, betont SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid.

Schmid weiter: „Aktueller Stand ist: Wenn eine ungarische Firma einen Arbeitnehmer nach Österreich entsendet, so muss dieser nicht nach dem in Österreich geltenden Kollektivvertrag entlohnt werden. Als SPÖ fordern wir daher, dass Menschen, die in Österreich arbeiten, auch nach hiesigen kollektivvertraglichen Konditionen bezahlt werden.“

Die Entsenderichtlinie darf nicht zu Lohndumping führen oder die Arbeitslosigkeit der Österreicherinnen und Österreicher steigen lassen. „Es darf nicht günstiger sein, mit ungarischen ArbeitnehmerInnen ein Haus zu bauen als mit österreichischen. Daher streben wir eine Reform der Entsenderichtlinie an. Wir wollen österreichische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen“, macht Schmid klar.