Mädchen werden für Terroranschläge missbraucht – Völkergemeinschaft muss mit Härte gegen Drahtzieher vorgehen

Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, verurteilt am Internationalen Tag gegen KindersoldatInnen die Methoden der Terrormiliz Boko Haram in Nigeria scharf.

Boko Haram macht Mädchen und junge Frauen zu Selbstmordattentäterinnen, indem sie diese zwingen, Sprengstoffgürtel unter ihren langen Gewändern zu verstecken. „Den Mädchen und Frauen wird nicht nur das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit verwehrt, sondern im Vorfeld schon das Recht auf Bildung oder das Recht auf eine unversehrte, spielerische Kindheit. Dass nun das EU-Parlament beschlossen hat, die UN aufzufordern das Terrorregime IS, dem Boko Haram die Treue geschworen hat, des Genozids zu bezichtigen, halte ich für einen wichtigen Schritt“, führt Bayr aus.

Die Völkergemeinschaft muss nun  mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln und aller Härte gegen diese grausamen Verbrechen an Mädchen vorgehen. „Der Missbrauch von Mädchen und Frauen für heimtückische Terroranschläge darf für diese politischen, moralischen und menschenrechtlichen Brandstifter nicht folgenlos bleiben“, fordert Bayr.

Wenn UN Genozid anerkennt, kann Internationaler Strafgerichtshof ermitteln

Diese Terroranschläge sind für Bayr Verbrechen in mehrfacher Hinsicht: Die Mädchen sind zuvor körperlicher und psychischer Gewalt ausgesetzt, um sie zu diesen Gräueltaten zu zwingen. Sie werden ihres Lebens, ihrer Kindheit, ihrer Unbeschwertheit beraubt. Die Mädchen werden durch den Selbstmordanschlag umgebracht und viele weitere zivile Opfer in den Tod gerissen. „Das ist wider die Menschenrechte, die umso mehr auch für Kinder gelten“, erläutert Bayr.

Nigeria ist dem „Römer Statut“ beigetreten, folglich kann der Internationale Strafgerichtshof um Ermittlung sowie um ein Gerichtsverfahren gegen diese verbrecherische Terrormiliz aufgrund des Genozids ersucht werden. Bayr fordert: „Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht ungeahndet bleiben. Die Drahtzieher müssen ermittelt und verurteilt werden.“