SPÖ erfreut über VP-Bewegung bei gemeinsamer Schule

Beim Ausbau der gemeinsamen Schule gibt es Bewegung in der ÖVP. Parteichef Mitterlehner kann sich eine Flexibilisierung der Begrenzung von 15 Prozent je Bundesland vorstellen.

Die SPÖ spricht sich seit Jahrzehnten für eine gemeinsame Schule bis 14 Jahre aus. Die ÖVP hingegen hat bis zuletzt auf eine Begrenzung der Modellregionen von maximal 15 Prozent der Schülerinen und Schüler pro Bundesland bestanden. Vizekanzler Mitterlehner zeigte sich nun in den „Vorarlberger Nachrichten“ offen, die von der ÖVP verlangte Begrenzung zu flexibilisieren. Er könne sich einen Zusatz vorstellen, der über diese Regelung hinausgeht.

Bundeskanzler Werner Faymann ist erfreut darüber, dass Bewegung in die Diskussion für eine moderne, fortschrittliche Schulpolitik und eine Ausweitung der gemeinsamen Schule kommt. Faymann greift den Vorschlag erfreut auf und regt einen gemeinsamen Antrag an, wonach die Bundesländer künftig selbst darüber entscheiden können, wie groß die Modellregionen sind: „Wir werden das gemeinsam vorantreiben, für die Zukunft der Bildung und damit für die unserer Kinder.“

„Freue mich auf konkrete Vorschläge der ÖVP“

Auch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek betont: „Die gemeinsame Schule ist auch meine Vision der Schule der Zukunft. Die Bewegung beim Koalitionspartner zeigt, wie wichtig dieses Ziel der gemeinsamen Schule für Österreichs Kinder ist. Ich freue mich auf die konkreten Vorschläge der ÖVP am Verhandlungstisch.“

„Jetzt Nägel mit Köpfen machen“

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid bewertet das Einlenken von ÖVP-Parteichef Mitterlehner in Sachen gemeinsame Schule äußerst erfreut. Die von der ÖVP nun in den Raum gestellte Bewegung bei der 15-Prozent-Begrenzung pro Bundesland sei „ein logisches Weiterführen des gemeinsam beschlossenen Bildungsreform-Pakets in Richtung modernere und chancengerechtere Schule. Ein solcher Schritt wäre nur zu begrüßen“.