SPÖ kämpft weiter für echte Gleichstellung

Viel wurde erreicht – viel ist noch zu tun bis Frauen und Männer in Österreich nicht nur gleichberechtigt, sondern auch wirklich gleichgestellt sind. Die SPÖ wird weiter dafür kämpfen – Stimmen aus der SPÖ zum Internationalen Frauentag.

Heinisch-Hosek für mehr Einkommenstransparenz

„Frauenrechte bedeuten für mich: Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt, das Recht auf Beruf und Familie sowie das Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Dabei gilt es nicht nur die rechtliche, sondern auch endlich die faktische Gleichstellung zu erwirken“, sagt Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Ein wichtiges frauenpolitisches Thema bleibt daher die Einkommenstransparenz. „Mit 23 Prozent Lohnschere sind wir EU-weit fast Schlusslicht. Das ist untragbar“, so die Ministerin. Sie will hier gesetzlich nachschärfen und etwa die jährliche Thematisierung in den Wirtschaftsgesprächen der Unternehmen verpflichtend machen.

Frauenquote und Papa-Monat ausbauen

Auch in Sachen Frauen in Führungspositionen hat Österreich Nachholbedarf: „Es braucht einen Wandel in der Unternehmenskultur und es braucht verbindliche Maßnahmen für die Privatwirtschaft“, fordert die Frauenministerin. Die Quote für Aufsichtsräte staatsnaher Unternehmen ist ein Erfolgsmodell – mittlerweile gibt es in diesem Bereich 38 Prozent  Frauenanteil – in der Privatwirtschaft sind es dagegen nur 17 Prozent. Heinisch-Hosek setzt sich daher weiterhin für eine ähnliche Regelung für die Privatwirtschaft ein. Im Bereich Vereinbarkeit sieht die Frauenministerin die mögliche Einführung eines Papa-Monats in der Privatwirtschaft als große Chance. Hier plädiert sie für einen Kündigungsschutz für Väter: „Die derzeit anstehende Reform des Kinderbetreuungsgeldes muss daher echte Rahmenbedingungen für Partnerschaftlichkeit schaffen. Dafür setze ich mich ein.“

Faymann: Null Toleranz bei Gewalt gegen Frauen

„Wir müssen uns bewusst machen, dass noch viel Engagement auf dem Weg zu einer tatsächlichen Gleichstellung notwendig ist. Für Gewalt gegen Frauen gibt es in unserer Gesellschaft null Toleranz. Mit unserem dichten Netz an Gewaltschutzzentren und Beratungsstellen für Frauen sind wir gut aufgestellt. Trotzdem ist noch viel zu tun", sagt Bundeskanzler Werner Faymann zum Start einer neuen Info-Offensive gegen Gewalt an Frauen

Bures: Gemeinsam gegen Gewalt

„Gewalt gegen Frauen – in welcher Form sie auch immer auftritt – ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Menschenrechtsverletzung. Sie muss auf das Entschiedenste verurteilt und bekämpft werden – immer und überall!“, betont Nationalratspräsidentin Doris Bures.

Hundstorfer: Gleichberechtigung macht unser Land freier, fairer und erfolgreicher

„Gleichberechtigung und die damit verbundene persönliche Entwicklungsfreiheit der Menschen macht unser Land freier, fairer und erfolgreicher“, betont Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer. Er bekräftigt seine Position gegen die frühzeitige Anhebung des Pensionsantrittsalters für Frauen: „Es muss beachtet werden, dass 35 Prozent der Frauen nicht aus der Erwerbstätigkeit in Pension gehen, sondern aus der Arbeitslosigkeit oder aus einer Krankheit heraus“, stellte Hundstorfer klar. „Solange Frauen im Erwerbsleben durch Lohngefälle, unbezahlte Überstunden, schlechtere Gehaltseinstufungen und verringerte Aufstiegschancen benachteiligt werden, ist eine spontane Erhöhung des Pensionsantrittsalters kein Thema“, erklärt der Präsidentschaftskandidat.

Brunner: Viele Erfolge zu verzeichnen

„Frauenpolitik braucht viel Hartnäckigkeit. Wenn wir unser Ziel der Gleichstellung auch noch lange nicht erreicht haben, so gibt es Erfolge, auf die wir sehr stolz sind“, sagt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner mit Blick etwa auf die Steuerreform, von der in hohem Maße Frauen profitieren. „Auch der jüngste Pensionsgipfel brachte wichtige Verbesserungen für Frauen wie zum Beispiel die Erhöhung der Mindestpension für Alleinstehende bei langer Erwerbsarbeit."

Schmid: SPÖ kämpft weiter für echte Gleichstellung

Um das Problem der Lohnschere anzugehen, muss an verschiedenen Schrauben gedreht werden, sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid: „Da spielt die hohe Teilzeitquote bei Frauen eine Rolle. Und die Tatsache, dass sich noch immer vorwiegend Frauen um Kinder und Haushalt kümmern. Die Frauenministerin hat bereits viele Initiativen gesetzt, um dem entgegenzuwirken und die ganze SPÖ unterstützt sie dabei“, hält Schmid fest.

Wurm: Österreich hat bei Sexualstrafrecht Vorreiterrolle

Die Ereignisse in Köln haben gezeigt, wie „wichtig und richtig die Verschärfung des Sexualstrafrechts war, die letztes Jahr im Parlament beschlossen wurde“, sagt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm. Mit der Verankerung unerwünschter Berührungen im Strafrecht habe Österreich eine Vorreiterrolle; auch in Deutschland werde jetzt eine ähnliche Reform diskutiert. „Jede fünfte Frau wird im Laufe ihres Lebens Opfer häuslicher Gewalt. Auch hier muss die Gesellschaft noch stärker sensibilisiert werden und es muss ausreichend Unterstützungsangebote geben. Für uns gilt: Gegen sexualisierte Gewalt. Immer. Überall. Ausnahmslos“

SPÖ-EU-Delegation: Gender-Pay-Gap auf europäischer Ebene bekämpfen

„Das Problem der Einkommensungleichheit zwischen Frauen und Männern ist kein rein nationales. Wir sollten den Gender-Pay-Gap daher auch auf europäischer Ebene bekämpfen“, betont SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner. „Die Europäische Kommission soll alle Möglichkeiten evaluieren, wie hier auf EU-Ebene gegen bestehende Ungleichheiten in den Mitgliedstaaten vorgegangen werden kann“, fordert Regner. SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach betont: „Besonders bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben müssen die Mitgliedstaaten noch mehr Angebote schaffen und gleichstellungsfördernde Maßnahmen setzen.“ SPÖ-EU-Abgeordnete Karoline Graswander-Hainz sagt: „Der Internationale Frauentag, der weltweit seit über 100 Jahren begangen wird, ist nicht nur Anlass zurückzublicken auf die Errungenschaften unserer Vorkämpferinnen, sondern vor allem Auftrag, unermüdlich weiterzukämpfen.“

SoHo: „Wir wollen Gleichberechtigung überall“

„Mit der Gleichstellung von Frauen und Männern ging es voran, aber trotzdem gibt es noch einiges zu tun. Denn Lebenswirklichkeit ist die völlige Gleichstellung von Frauen und Männern noch immer nicht“, betonen Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo und seine Stellvertreterin Michaela Menclik. „Die SPÖ steht für Gleichstellung und für den Kampf gegen jede Form der Diskriminierung – nicht nur am Internationalen Frauentag, denn Frauentag ist jeden Tag“, so Traschkowitsch und Menclik.