Kreisky-Preis 2015 verliehen

Vor kurzem fand im Wiener Rathaus der erste Teil der Preisverleihung zum „Bruno-Kreisky-Preis“ 2015 statt. Den Preis für das publizistische Gesamtwerk erhielt der renommierte Politikwissenschafter Anton Pelinka.

Der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch wird seit 1993 jährlich vom Karl-Renner-Institut und der sozialdemokratischen Bildungsorganisation vergeben. Ganz im Sinne Bruno Kreiskys wird mit diesem Preis politische Literatur gewürdigt, die für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz und die Freiheit der Kunst einsteht. Neben dem Hauptpreis werden ein Preis für ein publizistisches Gesamtwerk, ein Sonderpreis zum Themenbereich „Arbeitswelten – Bildungswelten“ ein Preis für besondere verlegerische Leistungen sowie Anerkennungspreise vergeben.

Die PreisträgerInnen

  • Preis für das publizistische Gesamtwerk: Anton Pelinka 
  • Sonderpreis „Arbeitswelten – Bildungswelten“: Wilhelm Filla für das Buch „Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung. Zugänge zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich“.
  • Anerkennungspreise: Margit Franz für das Buch „Gateway India. 
    Deutschsprachiges Exil in Indien zwischen britischer Kolonialherrschaft, Maharadschas und Gandhi“.
    Nina Horaczek und Sebastian Wiese für das Buch „Gegen Vorurteile. Wie du dich mit guten Argumenten gegen dumme Behauptungen wehrst“.

Swoboda und Ludwig überreichten Preise

Juryvorsitzender Hannes Swoboda machte bei der Preisverleihung klar, dass mit dem Kreisky-Preis „nicht nur das Werk, sondern auch die politische Botschaft geehrt wird, die damit vermittelt wird“. Preisträger Anton Pelinka bringt, so Swoboda, mit seiner Haltung „einerseits klare Werte zum Ausdruck und liefert andererseits pragmatisch umsetzbare Orientierungen“. Der Wiener Stadtrat und Vorsitzende der SPÖ-Bildungsorganisation Michael Ludwig betonte mit Blick auf Preisträger Wilhelm Filla, dass „die Erwachsenenbildung neben der Schule und der Universität unsere dritte Säule im Bildungssystem ist“. Wilhelm Fillas als „Pionierwerk“ gewürdigtes Buch liefert einen lesenswerten Überblick über die Geschichte der Erwachsenenbildung. Mit einem Anerkennungspreis wurde auch das Buch „Gateway India“ gewürdigt – ein faktenreiches Buch, das sich mit dem deutschsprachigen Exil in Indien zwischen britischer Kolonialherrschaft, Maharadschas und Gandhi beschäftigt. Mit dem zweiten Anerkennungspreis für „Gegen Vorurteile“ wurde ein Werk ausgezeichnet, das jungen Menschen klare Fakten liefert, die rassistische Vorurteile entkräften.

Hauptpreis-Verleihung im April

Der zweite Teil der Preisverleihung erfolgt am 18. April 2016. An diesem Tag wird der Hauptpreis für das politische Buch an den deutschen Sozialphilosophen Axel Honneth für sein Werk „Die Idee des Sozialismus“ vergeben. Ausgezeichnet wird auch der Wiener Neustädter Verein-Alltag-Verlag. Der ehrenamtlich organisierte Verlag erhält den Preis für besondere verlegerische Leistungen.

WEB-TIPP:

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Renner-Instituts