Gusenbauer-Jäger, Hausapotheken, Spindelberger

Für die PatientInnen erreicht: Hausapotheken bleiben erhalten!

Mit einer neuen Regelung zu den ärztlichen Hausapotheken können viele Hausapotheken am Land erhalten werden. Gleichzeitig wird damit das Problem der Ärzteversorgung am Land entschärft.

SPÖ, ÖVP und Gemeindevertreter haben sich auf eine Neuregelung für die ärztlichen Hausapotheken geeinigt. 130 Hausapotheken werden damit gesichert. Reagiert wird damit auf zunehmende Probleme, NachfolgerInnen für ärztliche Kassen-Ordinationen am Land zu finden, weil durch die Kilometer-Regelung die Hausapotheke nicht weitergeführt werden darf. Mit der Novelle soll geregelt werden, dass bei Übernahmen eine Hausapotheke weitergeführt werden kann, wenn die Entfernung zur nächsten öffentlichen Apotheke 4 km (bisher 6 km)beträgt. Weiters  ist vorgesehen, dass in flächenmäßig großen Gemeinden, in denen jetzt schon eine Apotheke vorhanden ist, in Zukunft ein Arzt auch dann eine Hausapotheke betreiben darf, wenn die Apotheke mehr als sechs Kilometer entfernt ist. Das betrifft  10 bis 15 Gemeinden. „Wir haben damit eine rasche Lösung im Sinne der PatientInnen gefunden“, freuen sich Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger und SPÖ-Sprecherin für kommunale Angelegenheiten Marianne Gusenbauer-Jäger.

Die bisherige Hausapotheken-Regelung war mit ein Grund für Probleme mit der ärztlichen Versorgung am Land. SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger zeigt sich über den Initiativantrag, den er miteinbringen wird, erfreut: „Durch die Neuregelung wird es leichter sein, Bewerbungen für Ordinations-Nachfolgen zu finden. 130 Hausapotheken, die akut von der Schließung betroffen wären, können so erhalten werden“, so Spindelberger. „Die neue Regelung stellt die PatientInnen in den Mittelpunkt.“

Auch Marianne Gusenbauer-Jäger, SPÖ-Sprecherin für Kommunalpolitik, begrüßt die Einigung: Das Problem des Ärztemangels am Land sei durch den aktuell hohen Altersschnitt der HausärztInnen und anstehende Pensionierungen akut geworden. „Gerade für ältere und weniger mobile Menschen ist es wichtig, wenn sie sich Medikamente beim Arzt vor Ort besorgen können.“

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser erläutert, dass man die Lösung des Problems der Hausapotheken nun vorgezogen hat. Weitere Lösungen werden folgen. Konkret gehe es um attraktivere Arbeitsbedingungen für Ärzte, um neue Formen der Zusammenarbeit und auch um neue Honorierungen, verwies Oberhauser auf die neue Primärversorgung. Über die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür wird derzeit verhandelt.