Königsberger-Ludwig pocht auf Inklusion

Am Welt-Down-Syndrom-Tag bekräftigt Königsberger-Ludwig, was Inklusion bedeutet: Jeder Mensch muss in unserer Gesellschaft Platz haben und sich entfalten können!

Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Sprecherin für Menschen mit Behinderung, bekräftigt anlässlich des Welt-Down-Syndroms ihre Forderung, diese Menschen mit Behinderung voll in die Gesellschaft zu inkludieren: „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – in unserer Gesellschaft Platz hat und sich entfalten kann.“

Politik für Menschen mit Behinderungen ist eine Querschnittsmaterie, die alle Lebensbereiche umfasst. Der Down-Syndrom-Tag am 21. März ist eine gute Gelegenheit, einmal mehr genau darauf aufmerksam zu machen.

Verbesserungen wurden durch das Arbeitsmarktpolitische Behindertenprogramm erreicht

Der SPÖ-geführten Bundesregierung ist es in den vergangenen Jahren gelungen, eine Reihe von Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Für Menschen mit Down-Syndrom ist die Regelung wichtig, dass sie auch nach einem gescheiterten Versuch, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, wieder Familienbeihilfe und Waisenrente beziehen können. Das gibt Menschen mit Behinderungen Sicherheit und vor allem die Möglichkeit, ohne Angst diesen so wichtigen Versuch, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, zu unternehmen. Darüber hinaus hat sich das Bundesweite Arbeitsmarktpolitische Behindertenprogramm (BABE) als wichtiges Instrument erwiesen, um Menschen mit Behinderungen dauerhaft in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren. Anhand der im BABE geschaffenen Strategien konnten Lohnkostenzuschüsse, technische Hilfen, Mobilitätshilfen, Arbeitsassistenz und Jobcoaching gefördert werden.

Appell an Bundesländer: Behinderten-Werkstätten ausreichend ausstatten

Inklusion ist auch für die Bundesländer eine Herausforderung. Königsberger-Ludwig appelliert an diese, sicherzustellen, dass Behinderten-Werkstätten ausreichend ausgestattet sind und eine faire Entlohnung bieten. „70 Euro Taschengeld im Monat sind das falsche Signal, davon kann man sich nicht selbst versorgen. Vor allem sollen Menschen für ihre Arbeit auch eine angemessene Entlohnung erhalten, um an der Gesellschaft teilhaben zu können. Neben der Entlohnung geht es vor allem auch um die Wertschätzung, die beispielsweise Menschen mit Down-Syndrom und Menschen mit Lernschwierigkeiten, die in solchen Werkstätten arbeiten, verdienen“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Reform bei Sachwalterschaft wird forciert

Die Behindertensprecherin nimmt den Welt-Down-Syndrom-Tag auch zum Anlass, um den Reformprozess rund um das Sachwalterschaftsrecht zu thematisieren. „Statt über die Köpfe von besachwalteten Menschen zu entscheiden, sollen diese in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden. Diese Reform darf nicht im Sand verlaufen. Sie ist notwendig, um das Selbstwertgefühl und die Teilhabe von betroffenen Menschen zu stärken“, fasst Königsberger-Ludwig die wichtigsten Eckpunkte zusammen. „Es ist gerade in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung, die Devise ‚Nichts über uns ohne uns‘ der  Behindertenorganisationen ernst zu nehmen, denn Menschen mit Behinderungen sind selbst die ExpertInnen, wenn es darum geht, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und Inklusion voranzutreiben.“