„Brauchen Bundespräsidenten, der sich in schwierigen Zeiten bewiesen hat“

Der Landesparteitag der Wiener SPÖ stand unter dem Motto „Bewegen wir Wien – mutig.menschlich.miteinander“. Im thematischen Zentrum stand die Wahl zum Bundespräsidenten – und die Unterstützung für Rudolf Hundstorfer.

Viel Jubel und Applaus gab es für Bundespräsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer, der in seiner Rede betonte, dass er als einziger Kandidat für „Stabilität, Sicherheit und Kompetenz“ stehe. „Nicht trennen, nicht polarisieren, sondern versuchen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dafür stehe ich, das ist eine meiner größten Stärken“, unterstrich Hundstorfer.

Kritik übte Hundstorfer an seiner MitbewerberInnen: „Österreich braucht niemanden, der bewaffnet durch die Gegend marschiert. Und auch niemanden, der keine klare Positionierung hat. Und Österreich braucht auch keine Kandidatin, die sagt, sie tritt zurück, wenn es schwierig wird“, sagte Hundstorfer. „Wenn es schwierig wird, hat der Bundespräsident die wichtige Aufgabe, Sicherheit und Stabilität zu geben. Dafür stehe ich“, bekräftigte Hundstorfer.

Faymann: Hundstorfer hat auf Investitionen, Arbeitsplatzbeschaffung und Austerität gesetzt

SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann betonte, dass Österreich einen Bundespräsidenten an der Spitze des Staates brauche, der sich in schwierigen Zeiten bewiesen habe. „Der in der größten Krise der Nachkriegszeit gemeinsam mit Gewerkschaften und Sozialdemokratie eine deutliche Steuerentlastung für ArbeitnehmerInnen durchgesetzt hat, während andere Länder den Rotstift bei Sozialausgaben angesetzt haben“, betonte Faymann. In Richtung FPÖ-Kandidat Hofer sagte der Kanzler: „An der Spitze des Staates brauchen wir keinen deutschtümelnden Burschenschafter und Österreich-Verleugner, das hat dieses Land nicht verdient.“

Dass Rudolf Hundstorfer in Zeiten der Krise statt auf Austerität auf Investitionen, Arbeitsplatzschaffung und die Ausbildungsgarantie setzte, „macht den Unterschied aus in schwierigen Zeiten. Und wir brauchen einen Bundespräsidenten, der für diesen Unterschied steht“, bekräftigte Faymann. Die österreichische Sozialdemokratie habe in Europa „ein Gegenbeispiel zu Austerität und Spekulation gesetzt“.

Häupl: „Hundstorfer bester Kandidat für unser Land!“

„Bei der Bundespräsidentenwahl am Sonntag geht es um eine ernste Entscheidung, wer in Zukunft diese wichtige Funktion ausübt. Da trifft man eine fundamentale Entscheidung“, unterstrich der Wiener SPÖ-Vorsitzende, Bürgermeister Michael Häupl,. „Es gibt einen Kandidaten, der sich nicht zur österreichischen Nation bekennt. Jemanden, der die These vertritt, dass man das Amt des Bundespräsidenten mit dem des Bundeskanzlers zusammenlegen sollte – sich also Machtbefugnisse zuzulegen, wie ein Diktator. Das erinnert an ein Buch von Jörg Haider ‚Die dritte Republik‘. Das heißt, da tritt jemand an, der unsere Demokratie in ein autoritäres System verwandeln will. Wir wollen einen Demokraten, einen Sozialdemokraten – Rudi Hundstorfer!“, unterstrich Häupl.