„Die Idee des Sozialismus“ wird mit Bruno-Kreisky-Preis 2015 ausgezeichnet

Am Montag wurde dem Autor Axel Honneth mit der Preis für das Politische Buch für sein Werk „Die Idee des Sozialismus“ verliehen. Der Preis wird einmal jährlich vom Karl Renner-Institut und dem SPÖ-Parlamentsklub übergeben.

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder würdigte in seiner Rede die Leistungen und Denkanstöße, die Honneth mit seinem Buch lieferte. „Die sozialdemokratische Idee spiegelt eine mächtige Idee wider, die der Motor aller wichtigen positiven Veränderungen war und ist. In Zeiten, in denen eine Überdominanz der wirtschaftlichen Fragen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens deutlich spürbar ist, wählt Honneth einen Zugang, der die Idee des Sozialismus von der Schlacke der letzten Jahrhunderte befreit, wie er selbst sagt, ihn also aus dem Rahmen der ersten industriellen Revolution in die Gegenwart holt“, fasst Schieder zusammen.

In seiner Laudatio hob Juryvorsitzender Hannes Swoboda hervor, dass die soziale Freiheit, wie sie auch Honneth in seinem Buch beschreibt, nicht die Freiheit eines Einzelnen gegen einen anderen bedeute, sondern vielmehr die Freiheit füreinander. „Es geht um die Wechselwirkung und die Gleichbehandlung zwischen der demokratischen, der ökonomischen und der persönlichen Freiheit. In Zeiten des verstärkten Nationalismus darf die Suche nach transnationaler Öffentlichkeit nicht aufgegeben werden. Insofern gibt das Buch von Axel Honneth vor allem Hoffnung. Etwas, das wir in Zeiten wie diesen so dringend brauchen“, bekräftigte Swoboda.

Der Wiener Neustädter „Verein-Alltag-Verlag“ wurde mit dem Preis für besondere verlegerischen Leistungen gewürdigt.

Der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch wird seit dem Jahr 1993 jährlich vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Bildungsorganisation und dem SPÖ-Parlamentsklub vergeben. Der Preis zeichnet politische Literatur aus, die im Sinne des Lebenswerks Bruno Kreiskys für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Demokratie und sozialen Zusammenhalt, Toleranz und die Freiheit der Kunst einsteht.