Hundstorfer: Für Interessensausgleich in der Gesellschaft

Bei der Elefantenrunde zur Bundespräsidentschaftswahl auf ORF 2 überzeugte Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer mit Sachlichkeit und inhaltlicher Kompetenz.

„Ich werde ein Bundespräsident sein, der für den Interessensausgleich steht und keine neuen Gräben in unsere Gesellschaft schlägt“, betonte Hundstorfer und verwies dabei auf seine jahrelange Erfahrung in der gestaltenden Politik, die man im höchsten Amt des Staates braucht. „Ich stehe für sachorientierte und gestaltende Politik.“ Bereits in seiner Zeit als Sozialminister konnte Hundstorfer seinen sachlichen Zugang zur Politik und seine Fähigkeit, überparteilich zu sein, beweisen. „Ich werde auch weiterhin auf die Kraft des Gesprächs setzen“, sagte Hundstorfer. Als Bundespräsident möchte er eine aktive Rolle einnehmen. „Vor allem in der Bildungspolitik werde ich oft Stellung beziehen, da dies ein sehr wichtiges Thema für unsere Zukunft ist“, stellte Hundstorfer klar.

Wirtschaftsdelegationen durch Start-ups ergänzen

Bei der Frage nach außenpolitischen Amtshandlungen bestärkte Hundstorfer seine Position, bei Staatsbesuchen noch stärker auf Wirtschaftsdelegationen zu setzen, um die österreichische Exportwirtschaft zu fördern. Neben Großunternehmen sollen aber auch Start-ups die Möglichkeit bekommen, ihr internationales Netzwerk auszubauen. „Es gibt sehr innovative österreichische Start-ups, die solche Auslandsreisen als Brücke zu neuen Aufträgen nutzen können“, sagte Hundstorfer.

Klares Bekenntnis zur Neutralität

Der Bundespräsidentschaftskandidat bekannte sich in der Frage nach möglichen Auslandseinsätzen des Bundesheers klar zur österreichischen Neutralität: „Ich bin froh, dass wir die Neutralität in dieser Form haben und es ist wichtig, diese aufrechtzuerhalten.“ Im Sinne der Solidarität muss aber auch ein Beitrag zur Sicherung der EU-Außengrenze und der Hotspots in Krisenländern geleistet werden, betonte der Bundespräsidentschaftskandidat.

Schmid: „Ein Brückenbauer und Türöffner“

Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Gerhard Schmid hat Hundstorfer einmal mehr bewiesen, dass er die richtige Wahl für das höchste Amt im Staat ist. „Rudolf Hundstorfer steht für Zusammenhalt, Stabilität und soziale Gerechtigkeit. Er bringt einen reichhaltigen politischen Erfahrungsschatz für diese wichtige Position mit, das hat sich auch im TV-Duell deutlich gezeigt. Österreich braucht einen Brückenbauer und Türöffner in der Hofburg – jemanden der verbindet, Gräben schließt und ausgleichend wirkt. Rudolf Hundstorfer erfüllt alle diese Anforderungen“, betont Schmid.

Kritik an Mitbewerbern

Auf scharfe Kritik bei Schmid stoßen hingegen die Aussagen von FPÖ-Kandidat Hofer, der Österreich in der Sendung unverhohlen drohte. Hofer meinte, man werde sich noch wundern, wie schnell er als Bundespräsident FPÖ-Forderungen zur Umsetzung bringen würde. „Sein einziges Ziel ist es, die Hass- und Hetzpolitik seiner Partei um jeden Preis umzusetzen. Hofer ist unberechenbar und sein Amtsverständnis beschränkt sich auf die Angelobung seines Parteifreundes Strache zum Bundeskanzler. Ein deutschtümelnder, waffentragender Burschenschafter hat in der Hofburg nichts verloren“, mahnte Schmid. Dass Hofer den 8. Mai, den Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des Nazi-Regimes, nicht als Tag der Freude empfindet, wie er während der Sendung sagte, zeigt für den SPÖ-Bundesgeschäftführer, dass der FPÖ-Kandidat ein massives Problem mit dem antifaschistischen Grundkonsens der Zweiten Republik hat. Der Grünen-Kandidat Van der Bellen und die von den NEOS unterstützte Kandidatin Griss haben sich hingegen „in plumpem und populistischem Parteibashing“ verloren, kritisiert Schmid.

Schieder: Hundstorfer ist starker Verhandler und lösungsorientiert

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder lobt Hundstorfers Fernsehauftritt. „Ruhig in der Rede, sachlich in den Argumenten – Rudolf Hundstorfer ist die beste Wahl für das höchste Amt im Staat“, sagte Schieder. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat er den Österreicherinnen und Österreichern Sicherheit gegeben und immer auf Investitionen in den Arbeitsmarkt gepocht. Hundstorfer ist lösungsorientiert, ist ein starker Verhandler und bringt auch kontroverse Meinungen an einen Tisch, wenn es darum geht, Politik für die Menschen zu gestalten“, betont der Klubobmann.