30 Jahre Tschernobyl: Raus aus der Atomkraft!

Am 26. April 1986 ereignete sich in Tschernobyl die bisher größte Atomkatastrophe der Geschichte. Auch 30 Jahre später hat die Hochrisikotechnologie Atomkraft nichts von ihrem Schrecken verloren. Die Antwort kann nur ein kompletter Ausstieg sein.

„Tschernobyl, aber auch die Katastrophe von Fukushima vor fünf Jahren, haben uns deutlich vor Augen geführt, dass die Atomkraft eine Hochrisikotechnologie ist, die nicht beherrschbar ist. Eine Technologie, bei der Fehler schwerste Folgen haben, die über Generationen reichen“, sagt SPÖ-Umweltsprecher Hannes Weninger. „Das Gedenken an die Katastrophe von Tschernobyl und ihre vielen Opfer ist deswegen auch ein Auftrag: Wir müssen mit aller Kraft auf einen Ausstieg aus der Atomkraft drängen. Österreich kommt hier aufgrund seiner Vorreiterposition in Sachen Anti-Atom-Politik eine besondere Rolle zu“, ist Weninger überzeugt.

Für den SPÖ-Umweltsprecher ist klar, dass es zu einer Wende in der Energiepolitik kommen muss. „Der Ausstieg aus der Atomkraft ist ein langer, aber richtiger Weg. Aber der Weg in eine sichere Zukunft ist nur ohne Atomkraft möglich. Umso wichtiger ist der kompromisslose Einsatz von Bundeskanzler Werner Faymann gegen die Atomkraft“, sagte Weninger. Als Beispiel erinnerte er an die Klage Österreichs gegen die Förderung für den Bau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C. Österreich kann zudem auf eine Vielzahl an Beschlüssen in Sachen Atomausstieg und sichere Energieversorgung verweisen wie etwa den Importstopp für Atomstrom, den auf Initiative der SPÖ eingereichten Sechs-Parteien-Antrag „Zukunft ohne Atomkraft“ oder das Energieeffizienzgesetz.