Bankomatgebühr, Banken

Nein zu Bankomatgebühren!

Österreichische Banken erwägen die Einführung von Bankomatgebühren. Sozialminister Alois Stöger ist klar dagegen und will prüfen lassen, ob diese Gebühren per Gesetz verhindert werden können.

Minister Stöger steht voll auf der Seite der Konsumentinnen und Konsumenten und empfiehlt den Banken mehr Kundenfreundlichkeit: „Ich fordere die Banken und Geldinstitute auf, sich diesen Schritt sehr gut zu überlegen. Die Kundinnen und Kunden, die ohnehin bereits jetzt hohe Kontoführungsgebühren zahlen müssen und darüber hinaus so gut wie keine Sparzinsen bekommen, werden eine weitere Belastung durch neue Gebühren nicht akzeptieren.“ Der Sozialminister wird jetzt prüfen lassen, ob es gesetzliche Möglichkeiten zur Verhinderung von Bankomatgebühren gibt.

Recht auf Basiskonto

Das Sozialministerium hat auch das so genannte Verbraucherzahlungskontogesetz erarbeitet, das vor kurzem vom Nationalrat beschlossen wurde. Dieses Gesetz umfasst die Einführung eines Basiskontos, aber auch eine bessere Vergleichsmöglichkeit von Bankentgelten. Für Minister Stöger wird damit ein Meilenstein im Konsumentenschutz umgesetzt: „150.000 Menschen in Österreich haben derzeit kein Bankkonto. Sie werden an der Teilnahme am wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen.“ Mit dem Basiskonto, das sämtliche Funktionen eines Kontos besitzt, werden die Chancen und die Lebensqualität aller Menschen erhöht.

Leichterer Vergleich von Bankentgelten

Außerdem wird eine neue Webseite einen leichteren und übersichtlichen Vergleich der unterschiedlichen Bankentgelte ermöglichen. Mit Erstellung und Betrieb dieser Webseite wurde die Arbeiterkammer betraut. Auch der Kontowechsel wird per Gesetz wesentlich vereinfacht. Künftig müssen die alte und die neue Bank diesen selbstständig abwickeln, erklärte Sozialminister Stöger.