Internationaler Tag gegen Homophobie: SPÖ setzt Zeichen

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am 17. Mai wurde an der SPÖ-Zentrale mit dem Hissen der Regenbogenfahne auch heuer ein Zeichen gegen Diskriminierung und für mehr Gleichstellung gesetzt.

„Jede Art von Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität ist strikt abzulehnen“, sagt Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Trans*phobie und Biphobie.

Heinisch-Hosek: Öffnung der Ehe für Homosexuelle

In Österreich wurden in den letzten Jahren viele wichtige und richtige Schritte für die Gleichberechtigung von homosexuellen, bisexuellen, transsexuellen und intersexuellen Menschen unternommen, erinnert Heinisch-Hosek. „Es ist endlich an der Zeit, eine echte Gleichstellung zu erwirken“, so die Ministerin. Dazu gehört für sie die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare: „Mit der Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, seit Anfang des Jahres gemeinsam ein Kind zu adoptieren, der Öffnung der medizinisch-unterstützten Fortpflanzung für lesbische Paare sowie mit dem Babymonat für Regenbogenfamilien sind wichtige Teil-Ziele erreicht worden. Wahre Gleichstellung haben wir allerdings erst dann, wenn auch die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird.“

SoHo/Bundesfrauen: Diskriminierung beenden, Gleichstellung fördern

Um ein Zeichen zu setzen gegen die immer noch bestehenden Ungleichheiten und Diskriminierungen im Lebensalltag von Homo- und Transsexuellen und gegen Ungleichbehandlungen auf gesetzlicher Ebene, haben SPÖ-Bundesfrauen und Sozialdemokratische LSBTI Organisation (SoHo) die Regenbogenfahne an der SPÖ-Parteizentrale gehisst. „Wir müssen noch einige Schritte in Richtung Gleichstellung tun und nur gemeinsam mit dem Koalitionspartner können wir das erreichen", betonen Andrea Brunner, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin, Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI Organisation und seine Stellvertreterin Michaela Menclik. Im Blickfeld müsse auch stehen, dass in über 75 Ländern LSBTI Menschen von massiven Menschenrechtsverletzungen betroffen sind, indem ihre Lebensweise kriminalisiert wird bzw. sie sogar massiven Repressalien und Unterdrückung ausgesetzt sind: „Leider gibt es auch heute noch immer wieder Berichte über öffentliche Hinrichtungen und gerichtliche Verurteilungen von Menschen aufgrund ihrer homosexuellen Orientierung", so Brunner und Menclik.

Mehr Zivilcourage

SPÖ-Bundesfrauen und SoHo fordern daher ein Ende der Diskriminierung. Der Staat müsse „die Vielfältigkeit der Gesellschaft schützen.“ Auch Artikel 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention schreibt ein Diskriminierungsverbot für bestimmte Gruppen vor. Unabhängig von der gesetzlichen Gleichstellung sei es wichtig „am gesellschaftlichen Klima zu arbeiten und die Zivilcourage gegen jegliche Diskriminierung zu stärken", betonen Brunner, Traschkowitsch und Menclik.