Bewegung, Sport

Tägliche Bewegung für Österreichs Schüler

Im Burgenland startet mit dem nächsten Schuljahr das Pilotprojekt „Tägliche Sport- und Bewegungseinheit in Schulen“ – der erste Schritt, damit tägliches Turnen bald für alle Kinder in Österreich zum Schulalltag gehört.

Die seit vielen Jahren von der SPÖ geforderte tägliche Turnstunde in Schulen und Kindergärten steht vor der Umsetzung. Sportminister Hans Peter Doskozil und – in Vertretung von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid – Sektionschef Kurt Nekula präsentierten gemeinsam mit u.a. Landeshauptmann Hans Niessl die „Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit“ als Pilotprojekt im Burgenland. Mit Beginn des nächsten Schuljahres wird es in den Volks- und Neuen Mittelschulen im Burgenland auf schulautonomer Basis mindestens eine tägliche Sport- und Bewegungseinheit geben.

Damit wird nicht nur den Empfehlungen der EU-Kommission und den WHO-Richtlinien Rechnung getragen, sondern darauf abgezielt, den Kindern und Jugendlichen im schulischen Bereich oder im Vorschulalter ausreichende körperliche Betätigung zu ermöglichen. „Ich möchte, dass jedes Kind in Österreich im Rahmen des Unterrichts oder der schulischen Betreuung die Möglichkeit hat, sich täglich ausreichend zu bewegen“, sagt Sportminister Doskozil. Denn gerade in diesem Alter sind Bewegung und körperliche Aktivitäten sehr wichtige Faktoren für eine gesunde Entwicklung. Seitens des Sportministeriums wird bereits geplant, den anderen Bundesländern dieselbe finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen wie der Modellregion Burgenland, um ein flächendeckendes Angebot zu ermöglichen.

Positive Entwicklung aufs Lernen

Auch Bildungsministerin Sonja Hammerschmid betont, wie wichtig es ist, „dass Kinder und Jugendliche in Österreichs Schulen zu einer gesundheitsbewussten und sportlich aktiven Lebensweise motiviert werden“. Sport und Bewegung haben zudem eine positive Auswirkung auf das Lernen, so Hammerschmid in einem Statement.

Von der Schulaufsicht wird die regelmäßige Bewegung an der Schule sichergestellt und auch geprüft. Nur im äußersten Notfall ist ein Entfall der Bewegungs- und Sporteinheit möglich. Da nicht alle Schulen über Turnhallen und Turnsäle verfügen, werden auch Spielplätze, Bäder und „die Natur“ einbezogen. Außerdem werden die Bewegungseinheiten in den Unterreicht integriert, z.B. Tanzen im Musikunterricht, Lehrausgang im Biologieunterricht usw. Geleitet werden die Bewegungseinheiten von LehrerInnen oder sogenannten Bewegungscoaches.

Umfassende Bewegungsförderung

SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist zeigt sich über den Start des Pilotprojekts im Burgenland erfreut. „Es ist gut und richtig, wenn Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhalten, neben einer guten Ausbildung auch ausreichend Bewegung machen zu können“, so Krist. „Es ist erwiesen, dass die Folgekosten von ungenügender Bewegung und ungesunder Ernährung in die Milliarden gehen, das kann und darf sich Österreich nicht leisten. Darum ist eine umfassende und qualitativ hochwertige Bewegungsförderung für Kinder und Jugendliche eine wichtige Einrichtung“, betont Krist.

Wichtig für Konzentrationsfähigkeit und Lernerfolg

Auch SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann begrüßt das Pilotprojekt: "Nach der Einführung der täglichen Bewegungseinheit an allen ganztägigen Schulformen und der Verankerung einer ‚sportlich aktiven Lebensweise‘ als Aufgabe der österreichischen Schulen wird jetzt der nächste wichtige Schritt zur Aufwertung von Bewegung und Sport an unseren Schulen gesetzt“. Für Grossmann ist die tägliche Bewegungseinheit auch deshalb so wichtig, weil sie viele positive Wirkungen hat. Neben dem gesundheitlichen Nutzen sorgt die tägliche Bewegungseinheit auch dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit und damit die Lernerfolge unserer Kinder gesteigert werden, sagt Grossmann.