OECD, Schule,

Schule: Neuer OECD-Bericht bietet valide Daten

Die OECD hat Österreichs Ressourceneinsatz im Schulsystem genau unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind interessante Daten und klare Empfehlungen – z.B. in Richtung gemeinsame Schule und verschränkte Ganztagsschule.

Insgesamt drei Schwerpunkte hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Bericht näher untersucht. Nämlich:

  • „Finanzen und Governance der Schulbildung“
  • „Organisation des Schulangebots“ sowie
  • „Organisation und Management der Lehrerschaft“.

Auf Basis der Untersuchung dieser drei Schwerpunkte hat die OECD in ihrem Bericht Stärken und Herausforderungen aufgelistet und auch klare Empfehlungen hinsichtlich Effizienz und Chancengleichheit geliefert. So empfiehlt die OECD Österreich u.a. eine Reform der Schulverwaltung, eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen und einen Ausbau der verschränkten Ganztagsschule. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid sieht sich durch die OECD in ihrem Kurs bestätigt und ortet im OECD-Bericht eine „gute Grundlage, um gemeinsam intensiv an der weiteren Verbesserung des Bildungssystems zu arbeiten. Wenn wir die besten Chancen für alle Kinder in den Mittelpunkt stellen, werden wir es schaffen, die besten Lösungen für das Bildungssystem zu entwickeln“, sagt Hammerschmid.

Schulautonomie stärken

Im Bereich Finanzierung der Schulbildung kommt der Bericht zum Schluss, dass das heimische Schulwesen finanziell gut ausgestattet ist, auch gibt es klar erkennbaren politischen Reformwillen. Angesichts des Umstands, dass es zwar hohe Bildungsausgaben, aber nur eher durchschnittliche Bildungsleistungen gibt und außerdem Doppelstrukturen in der Schulverwaltung vorhanden sind, empfiehlt die OECD u.a. eine effizientere Ressourcennutzung, mehr Schulautonomie und eine Ausgaben- und Aufgabenverantwortung, die in einer Hand liegt. Ministerin Hammerschmid will vor allem die Überlegungen der OECD zu mehr Schulautonomie aufgreifen. „Ich bin zutiefst überzeugt, dass wir den Bildungsbereich stark verbessern können, wenn wir den Schulen mehr Autonomie in finanzieller, personeller, organisatorischer und pädagogischer Hinsicht geben“, so Hammerschmid. Wichtig ist auch, dass die SchulleiterInnen bei der Auswahl der PädagogInnen mehr Mitspracherecht bekommen. Angesichts der „beklemmenden Tatsache, dass Bildung noch immer vererbt wird“ plädiert die Ministerin – so wie die OECD – für eine chancenindexierte Ressourcenverteilung (Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des jeweiligen Schulstandorts), um Schulen und Klassen punktgenau zu fördern.

Hohe Priorität für verschränkte Ganztagsschulen

In Sachen „Organisation des Schulangebots“ hält der OECD-Bericht fest, dass Österreich mit der Einführung von Neuen Mittelschulen und Ganztagsschulen wichtige Schritte zu einem längeren gemeinsamen Lernen gesetzt hat. Da die frühe Selektion aber nach wie vor besteht, empfiehlt die OECD die Einführung einer gemeinsamen Schule und den Ausbau der Ganztagsschulen in verschränkter Form. Genau das ist auch für Ministerin Hammerschmid ein zentraler Punkt. Denn für mehr Chancengleichheit „müssen wir die Talente und Begabungen jedes einzelnen Kindes nützen“, sagt Hammerschmid, die betont, dass sie den Ganztagsschulen in verschränkter Form „hohe Priorität“ beimessen wird.

Wertschätzung für Lehrberuf

Beim Punkt „Organisation der Lehrerschaft“ ortet der OECD-Bericht ein gutes Potential, das durch die neue LehrerInnenbildung und das neue Dienstrecht gegeben ist. Was es braucht, ist aber die Weiterentwicklung einer neuen Vision für den Lehrberuf und eine Stärkung der Schulleitung. Für Ministerin Hammerschmid ist hier vor allem die Wertschätzung für den Lehrberuf entscheidend. Weiterzuarbeiten ist aber auch an der Aus- und Weiterbildung der PädagogInnen, sagt HammerschmidHamemrschmid, die sich bei der OECD für den Bericht bedankt, der valide Daten für das Bildungssystem bietet.

Webtipp:

Weitere Informationen zum OECD-Bericht gibt es auf der Webseite der OECD.