Hass im Netz, Gewalt

Neue Initiative gegen Gewalt im Netz

Die Regierung startet eine breit angelegte Initiative gegen Gewalt im Netz. Vorgesehen sind u.a. die Schaffung unbürokratischer Melde- und Anzeigemöglichkeiten sowie die Erarbeitung von Leitfäden und Informationen zum Umgang mit Hasspostings.

Aber auch Plattformen und Forenbetreiber sollen stärker für ihre Pflichten sensibilisiert werden. Auf der Agenda stehen außerdem Sensibilisierungs- und Fortbildungsprogramme für Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte. Staatssekretärin Muna Duzdar machte deutlich, dass es gilt, „die Lufthoheit über digitale Stammtische zurückzugewinnen und ein Bewusstsein für die Gefahr von Hasspostings zu schaffen“. Wichtig ist der Staatssekretärin auch die Stärkung der digitalen Zivilcourage und der Gegenrede, um die Debatten positiv zu verändern.

Frauen besonders häufig von Hasspostings betroffen

Frauenministerin Sabine Oberhauser zeigte auf, dass Frauen von Hasspostings besonders häufig betroffen sind. Umso wichtiger ist daher die Schaffung einer „Anlaufstelle, an die sich Betroffene unbürokratisch wenden können“. Von zentraler Bedeutung ist auch die Einbindung von ExpertInnen aus dem Gewaltschutz-Bereich. „Frauen- und Gewaltschutzeinrichtungen haben viel Erfahrung im Umgang mit Gewaltopfern und mit ihrer Unterstützung. Hier gibt es bereits viel Expertise, die genutzt werden kann“, sagte Oberhauser.

Web-Tipp:

Mehr zum Thema gibt es auf der Webseite des Bundeskanzleramts und auf der Webseite des Frauenministeriums.