Gesundheits- und Krankenpflege NEU

Mit der Reform der Ausbildung in der Gesundheits-und Krankenpflege wird der Pflegeberuf aufgewertet, es wird an internationale Standards in der Pflege angeschlossen und eine optimale Versorgung von PatientInnen für die Zukunft sichergestellt.

Die Reform betrifft über 200.000 Beschäftigte und wurde lange und intensiv verhandelt. „Gut Ding braucht Weile“, resümiert SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger das Ergebnis der Verhandlungen, in denen die Anliegen aller Betroffenen berücksichtigt wurden.

Das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz sieht eine 3-gliedrige Ausbildung im Bereich der Pflege vor, die optimal an die Bedürfnisse der PatientInnen angepasst ist. Derzeit sind die PflegehelferInnen in der Praxis oft mit patientenfernen Tätigkeiten überfrachtet. Gleichzeitig übernehmen Angehörige des gehobenen Dienstes Tätigkeiten, die nicht ihrer hohen Qualifikation nach einer dreijährigen Ausbildung entsprechen. Die neue Kompetenzabstufung soll einen bedarfsgerechten und kompetenzentsprechenden Einsatz der drei Gesundheits- und Krankenpflegeberufe in allen Settings ermöglichen.

  • Künftig sollen diplomierte Gesundheits- und KrankenpflegerInnen an Österreichs Fachhochschulen ausgebildet werden. Damit passt sich Österreich an internationale Standards in dieser Berufsgruppe an und erleichtert die Vergleichbarkeit der Ausbildung. [Bisher war die Ausbildung sowohl auf FH-Niveau als auch auf Schul-Niveau möglich, diese Parallelität wird nun mit Übergangsfristen auslaufen]
  • Neu eingeführt wird die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz, die künftig der Entlastung des gehobenen Dienstes dienen soll. PflegefachassistentInnen sollen dann auch ohne Aufsicht genau festgelegte Tätigkeiten übernehmen können. Außerdem ist die Durchlässigkeit zum FH-Studium durch den Zugang zur Berufsreifeprüfung nach der Ausbildung zur Pflegefachassistenz verbessert.
  • Die bisherige Pflegehilfe wiederum wird zur Pflegeassistenz aufgewertet und die Ausbildung verbessert. Die Pflegeassistenz soll vor allem im Bereich der Langzeitpflege zum Einsatz kommen.

Wichtig ist besonders die Durchlässigkeit zwischen diesen drei Berufsbildern. „Das Ziel ist, dass sich jeder und jede von der Pflegeassistenz bis in den gehobenen Dienst hinaufarbeiten kann“, wie SPÖ-Gesundheitssprecher Spindelberger betont.