Danke, Heinz Fischer!

Die SPÖ verabschiedet mit Heinz Fischer einen Bundespräsidenten, der sein Amt stets mit Würde, Menschlichkeit und Herzenswärme ausgeübt hat. Danke für zwölf Jahre, in denen Österreich an internationalem Ansehen dazugewonnen hat.

Bundespräsident Heinz Fischer ist nach zwölf Jahren an der Spitze der Republik Österreich mit einem großen Festakt im Parlament verabschiedet worden. Unter den zahlreichen Festgästen fanden sich das gesamte Regierungsteam, Abgeordnete, Landeshauptleute und viele ehemalige PolitikerInnen. Ebenso vertreten waren die Kirchen und Religionsgemeinschaften und die Höchstrichter. Die Gastgeberin, Nationalratspräsidentin Doris Bures, hielt die Festrede, in der sie Fischer „ein leuchtendes Vorbild“, das der Republik im besten Sinne des Wortes gedient hat, nannte. Er sei ein Präsident nicht nur für die Mehrheit, sondern im besonderen Ausmaß auch für die Minderheit, die Schwachen und Schwächsten der Gesellschaft gewesen.

Richtige Balance zwischen Würde und Ungezwungenheit

Bures attestierte Fischer, dass er „als Staatsoberhaupt „immer die richtige Balance zwischen der Würde, die ein Bundespräsident auszustrahlen hat, und der Ungezwungenheit, die den Menschen und Menschenfreund Heinz Fischer zum Vorschein gebracht hat“, gefunden habe. Die Worte als Staatsoberhaupt habe er als Bundespräsident maßvoll eingesetzt und mit Bedacht gewählt – „niemals mit der Faust auf den Tisch, sondern immer alle Argumente sorgsam abwägend und Kompromisse suchend“.  

Unermüdliches Engagement für die, die keine Stimme haben

SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Bundeskanzler Christian Kern und SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler sprachen Bundespräsident Heinz Fischer ihren Dank dafür aus, dass in seiner Amtszeit „unser internationales Ansehen noch weiter gestiegen ist“. Fischer habe nicht nur auf dem internationalen diplomatischen Parkett reüssiert, sondern auch die Herzen der Österreicherinnen und Österreicher gewonnen.

„Besonderer Respekt zu zollen ist dir für dein unermüdliches Engagement für jene in unserer Gesellschaft, die keine Stimme haben, im Kampf gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit“, sagte der Bundeskanzler. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer betont, dass Fischer auch gegen Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt deutliche Zeichen gesetzt und „immer die Würde des Menschen als unverrückbaren und zentralen Wert in den Mittelpunkt seines Handelns gestellt“ habe. „Dafür schätzen wir dich, dafür schätzt dich das ganze Land.“ Zudem habe Bundespräsident Fischer „stets das Gemeinsame, das Verbindende vor das Trennende gestellt und ist immer dann, wenn es notwendig war, als Stimme des Ausgleichs aufgetreten“.

Großartiger Staatsmann und Mensch

Im Namen des gesamten SPÖ-Parlamentsklubs sprach SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder dem scheidenden Bundespräsidenten Heinz Fischer seinen außerordentlichen Dank für sein politisches Wirken und seine besonnene und kluge Amtsführung aus. „Heinz Fischer hat nicht nur als Bundespräsident politische und gesellschaftliche Marksteine gesetzt, die für künftige Generationen Wegweiser sein werden, sondern sein politisches Engagement Zeit seines Lebens in den Dienst der Demokratie und der demokratischen Einrichtungen unseres Landes gestellt.“

Dank an Margit Fischer

Auch Margit Fischer, die ihren Mann stets begleitete, wurde gewürdigt. Deren liebenswürdige Persönlichkeit habe das harmonische Bild der Hofburg wesentlich mitgeprägt, sagte Nationalratspräsidentin Bures. Kern und Niedermühlbichler sprachen Margit Fischer, die „ihr Handeln in den Dienst der Schwächeren gestellt hatte“, ihren Dank aus.