Für eine Welt ohne Atomwaffen

Am 6. August 1945 wurde über der japanischen Stadt Hiroshima die erste Atombombe abgeworfen, drei Tage später erfolgte der Abwurf über Nagasaki. Bundeskanzler Christian Kern, die SPÖ und die Zivilgesellschaft setzen sich für eine atomwaffenfreie Welt ein.

Vor 72 Jahren ist die erste Atombombe über Hiroshima abgeworfen worden, drei Tage später auch über Nagasaki, und noch heute leiden die Überlebenden unter den Folgen. „Die nuklearen Drohgebärden Nordkoreas zeigen, dass die Gefahren atomarer Aufrüstung heute aktueller denn je sind“, sagt Bundeskanzler Christian Kern und betont, dass Österreich als Teil der internationalen Staatengemeinschaft ein klares Ziel verfolge: eine kernwaffenfreie Welt. „Gemeinsam mit 121 Staaten und der Unterstützung der Zivilgesellschaft ist es uns mit viel Engagement gelungen, im Juli im Rahmen der Vereinten Nationen in New York einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu beschließen. Jetzt gilt es sicherzustellen, dass möglichst schnell und möglichst viele Staaten den Verbotsvertrag ratifizieren, damit dieser in Kraft treten kann“, sagt Kern. 

Für Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil ist klar: „Dieses fürchterliche Ereignis ist bis heute Mahnung und zugleich Auftrag, unermüdlich für eine Welt frei von Kriegen und Massenvernichtungswaffen zu kämpfen!“

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid betont: „Unseren Kindern sind wir es schuldig, ihnen eine Welt zu hinterlassen, die geprägt ist von friedvollem Zusammenleben und dem Bestreben, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Eine Welt ohne atomare Massenvernichtungswaffen, gegen deren Entwicklung und Einsatz wir entschieden auftreten müssen.“

„Niemals wieder darf sich das Leid von Hiroshima und Nagasaki wiederholen!“, erklärt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler. Das UN-Abkommen zum Verbot von Atomwaffen, das Anfang Juli von 122 UN-Mitgliedern beschlossen wurde, sei daher ein wichtiger Schritt in Richtung einer Welt ohne Atomwaffen.

„Leider wird das Drohen mit Atomwaffen oder mit Krieg noch immer als politisches Druckmittel eingesetzt, obwohl mittlerweile allen klar ist, was für entsetzliche Folgen atomare Einsätze haben“, betont ÖGB-Präsident Erich Foglar, der eine Beseitigung aller Atomwaffen für dringend notwendig hält.

Der Präsident des Pensionistenverbands Karl Blecha unterstreicht: „Gerade uns, der älteren Generation, ist es eine Herzensangelegenheit, für eine friedliche, gewalt-, hass- und atomwaffenfreie Welt für unsere Kinder und Enkelkinder zu kämpfen.“

Roman  Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida, erklärt: „Österreich ist ein Land ohne Atomwaffen und Kernenergie. Dank der österreichischen Friedens- und Umweltgruppen steht das Verbot von Atomwaffen und AKWs in der österreichischen Verfassung. Trotzdem können und dürfen wir vor derartigen globalen Ereignissen, wie auch vor der Nutzung der Kernenergie oder Waffenlagern in unseren Nachbarländern nie die Augen verschließen.“