Sprachförderung, Schulstart, Hammerschmid

Schulstart bringt viele Neuerungen

Das neue Schuljahr bringt zahlreiche Verbesserungen. Das Sitzenbleiben in den ersten drei Volksschuljahren ist Geschichte, der Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule wird verbessert, die Ausbildungspflicht stellt sicher, dass junge Menschen eine gute Ausbildung über den Pflichtschulabschluss hinaus bekommen.  

Rund 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler – darunter 84.000 Taferlklassler – starten demnächst wieder in ein neues Schuljahr, das viele Neuerungen und Verbesserungen bringt. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid wünscht „allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrerinnen und Lehrern einen guten Schulstart viel Freude, Spaß und Erfolg im Schuljahr 2016/17! Auch den Betreuerinnen und Betreuern, den Freizeitpädagoginnen und -pädagogen und all jenen, die Zeit mit unseren Kindern verbringen: ein schönes und erfolgreiches Schuljahr!“

Im Folgenden ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

  • Besserer Übergang zwischen Kindergarten und Volksschule:
    Kindergarten und Volkschule arbeiten besser miteinander zusammen, um so bereits frühzeitig Talente zu erkennen und Schwächen auszugleichen. Eine eigens erstellte Dokumentation gibt Aufschluss über den Entwicklungs- und Sprachstand der Kinder.
  • Kein Sitzenbleiben:
    In den ersten drei Volksschulklassen wird es kein Sitzenbleiben mehr geben. Dafür wird die bereits in den ersten beiden Klassen bestehende Möglichkeit eines „unterjährigen Wechsels“ der Schulstufe auf die dritte Klasse ausgeweitet. Der Wechsel ist sowohl nach unten als auch nach oben möglich.
  • Alternative Leistungsbeurteilungen:
    Jede Volksschule kann autonom entscheiden, ob es in den ersten drei Schuljahren statt Noten eine alternative Leistungsbeurteilung gibt. Den Beschluss dazu fasst das so genannte Schulforum, also ein Gremium aus Eltern und Lehrenden. Auch klassen- und jahrgangsübergreifender Unterricht wird möglich.
  • Politische Bildung:
    Politische Bildung wird ab der sechsten Schulstufe (= zweite Klasse AHS/NMS) Pflicht. Umgesetzt wird das über Pflichtmodule im Lehrplan des Fachs Geschichte. Vorteil: mehr Wissen, mehr Beteiligung an Gesellschaft und Politik sowie eine noch bessere Vermittlung der Grundprinzipien einer demokratischen und freien Gesellschaft.
  • Flexibilisierung der Schulsprengel:
    Eltern bekommen bei der Suche nach einer geeigneten Schule für ihre Kinder mehr Wahlfreiheit.
  • Ausbau der Sprachförderung:
    Die Sprachförderung für außerordentliche SchülerInnen (mangelnde Deutschkenntnisse) wird auf die weiterführenden Schulen ausgeweitet.
  • Mehr Berufsorientierung:
    Bisher gab es fünf Schnuppertage zur Berufsorientierung nur in der achten Schulstufe, ab heuer gibt es nochmal fünf Tage in der neunten Schulstufe.