Bundesheer,

Personaloffensive des Bundesheeres

Unter dem Motto: „Umbau statt Abbau“ wurde eine Personaloffensive präsentiert, durch die bis 2020 9.800 Jobmöglichkeiten für Soldatinnen und Soldaten beim Österreichischen Bundesheer entstehen.

Begründet wird das mit der Veränderung der geopolitischen und sicherheitspolitischen Lage in Europa. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich viel verändert – Ukrainekrise, Bürgerkriege im Nahen Osten und in Nordafrika, die dadurch resultierende illegale Migration sowie die Terrorgefahr: „Der Terror ist in Europa angekommen. Mehr Soldatinnen und Soldaten heißt mehr Sicherheit für Österreich“, betont Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil. Die Personaloffensive ist für Doskozil daher „unter dem Aspekt zu sehen, dass wir nicht abbauen, sondern dass wir umbauen“.

Doskozil betonte, dass rechtzeitig reagiert wurde durch den Umbau des Bundesheeres, der derzeit umgesetzt wird. So werden bis 2020 insgesamt 1,7 Milliarden Euro in Geräte, Ausstattung und Infrastruktur investiert. „Das Ganze ist aber nur dann ein rundes Paket, wenn wir auch das Personal für die neuen Aufgabestellungen haben“, betont Doskozil.

An den Kapazitätsgrenzen angelangt

Die Erfahrungen mit dem Assistenzeinsatz an den Grenzen letzten Sommer haben gezeigt, dass man mit der Anzahl der rasch einsetzbaren BerufssoldatInnen (KaderpräsenzsoldatInnen; derzeit 2.200) an den Kapazitätsgrenzen angelangt ist. Es werden daher 3.800 BerufssoldatInnen zusätzlich aufgenommen. Weiters werden jährlich 1.200 bis 1.400 Pensionsabgänge nachbesetzt sowie etwa 300 ZeitsoldatInnen. „Das ist ein ganz klares Signal, das wir uns nicht nur inhaltlich neu organisieren, sondern den Fokus auf das Personal setzen“, sagt Doskozil mit dem Verweis auf die angespannte Arbeitsmarktsituation. Das Österreichische Bundesheer fungiert hierbei als „Jobmotor“.

In allen Bereichen wird zusätzliches Personal benötigt, ausdrücklich genannt wurden AusbildnerInnen, PilotInnen, ÄrztInnen und Cyber-ExpertInnen. Im Sinne der Attraktivierung des Dienstes beim Österreichischen Bundesheer wurden auch bereits Gehaltsanpassungen vorgenommen, etwa bei den Unteroffizieren. Wenn jemand sich bereits vor Beginn des Grundwehrdienstes für die Berufslaufbahn des Soldaten oder der Soldatin entscheidet, „so wird bereits ab dem ersten Tag des Grundwehrdienstes 1.000 Euro verdient“ und in weiterer Folge entsprechend mehr, sagte Doskozil. „Das, was wir den jungen Leuten bieten, ist eine sichere und lebenslange Anstellung“, betonte der Verteidigungsminister.

Service: Weitere Informationen unter http://jobchance.bundesheer.at