Einkommen, Equal Pay Day, Frauen

„Die Lohnschere wird kleiner – aber viel zu langsam!“

Noch immer 22,4 Prozent beträgt der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern. Abhilfe sollen u.a. mehr Transparenz über Gehaltsunterschiede im Betrieb, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindern sowie ein Mindestlohn von 1.700 Euro bringen.

 „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, aber zu langsam“, konstatiert SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm. Der Equal Pay Day am 11. Oktober markiert den Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende „gratis“ arbeiten.. Männer haben zu diesem Zeitpunkt das Jahreseinkommen von Frauen bereits erreicht. Zwar verkleinert sich die Lohnschere Jahr für Jahr, „aber für uns SozialdemokratInnen geht das viel zu langsam“, sagt Wurm. Die SPÖ woll gegen die Schlechterstellung von Frauen am Arbeitsmarkt  u.a mit. mehr Transparenz über Gehaltsunterschiede im Betrieb, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Kindern sowie mit einem Mindestlohn von 1.700 Euro in allen Kollektivverträgen vorgehen.

Die Einkommensberichte, die mehr Transparenz über geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede bringen, sind „ein wichtiges Instrument, damit Frauen wissen, was ihnen zusteht“. Schon seit längerem fordert die SPÖ, diese verpflichtenden Berichte auch auf Betriebe mit weniger als 150 MitarbeiterInnen auszudehnen – inklusive Sanktionen, wenn Vorschriften verletzt werden. „So wie es derzeit ist, profitiert rund die Hälfte der Arbeitnehmerinnen nicht davon“, sagt Wurm und appelliert an die ÖVP, dieser Ausweitung zuzustimmen.

Zentral ist für die Frauensprecherin der SPÖ, die Bedingungen für berufstätige Frauen mit Kindern zu verbessern. „Frauen leisten zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Wir müssen Arbeit zwischen Männern und Frauen besser verteilen und Eltern die Vereinbarkeit erleichtern.“ Der deutliche Ausbau von Ganztagsschulen, der mit dem Budget in Kürze beschlossen wird, soll dazu beitragen.

Fakt ist leider auch, dass in Branchen, in denen traditionell viele Frauen arbeiten, oft schlechter bezahlt wird. „Die SPÖ unterstützt die Gewerkschaft, in allen Kollektivverträgen einen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto für Vollzeit durchzusetzen. Das ist nur gerecht und davon würden viele Frauen profitieren!“