Startschuss für Gründer-Schutzpaket gefallen

Mit dem neuen Schutzpaket für GründerInnen nimmt die Start-up-Initiative der Regierung Fahrt auf. Infrastrukturminister Jörg Leichtfried präsentierte ein Bündel an Maßnahmen in Sachen Patent- und Markenschutz, das innovativen JungunternehmerInnen zugutekommt.

Die provisorische Patentanmeldung PRIO, die FFG-Förderung Patent Scheck und die extraschnelle Markenanmeldung Fast Track schützen ab sofort das geistige Eigentum von Start-ups. Denn der Schutz von technischen Erfindungen, Marken und Designs ist beim Gründen unentbehrlich – ist man nicht geschützt, läuft das Unternehmen Gefahr, die gesamte Geschäftsgrundlage zu verlieren. „Aus österreichischen Start-ups kommen Ideen, die unser aller Leben verändern können. Der Schutz dieser Ideen bleibt im Trubel der Gründung aber manchmal auf der Strecke. Daher mein dringender Appell: Erst zum Patentamt, dann an die Öffentlichkeit. Junge Unternehmerinnen und Unternehmer bekommen hier schnell und unbürokratisch alles, was sie brauchen, um ihr geistiges Eigentum zu schützen“, betonte Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bei der Präsentation des Pakets gemeinsam mit Patentamtspräsidentin Mariana Karepova.

10.000 Euro Patent-Check

In wenigen Wochen können Unternehmen nun zu ihrer eigen Marke kommen. 10.000 Euro erhalten die Start-ups als Patent Scheck der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), mit dem sie Patentberatung, nationale und internationale Patentkosten und auch PatentanwältInnen bezahlen können. Mit PRIO, der provisorischen Patentanmeldung beim Österreichischen Patentamt (ab 17.10.2016) gewinnen Start-ups Zeit und Sicherheit: PRIO sichert frühzeitig den AnmelderInnen das „Geburtsdatum“ ihrer Innovation – so können sie gegenüber der Konkurrenz immer nachweisen, zu welchem Zeitpunkt sie entstanden ist. Das ist z.B. in den USA gang und gäbe. Nach einer Anmeldung können sie guten Gewissens bei Investoren, Partnern und Kunden ihre Idee bewerben.