Autonomiepaket: Mehr Gestaltungsmöglichkeiten für unsere Schulen

Die Schulreform geht weiter: Nach dem Schulrechtspaket hat Bildungsministerin Sonja Hammerschmid mit dem Autonomiepaket den nächsten wichtigen Teil der Bildungsreform präsentiert.

Ziel des umfangreichen Schulautonomiepakets sind regional ausgerichtete, eigenverantwortliche Schulen mit maximalem Gestaltungsspielraum, um unsere SchülerInnen bestmöglich individuell zu fördern und zu fordern. Das Paket eröffnet, wie Ministerin Hammerschmid betonte, „Freiheiten, wie sie bisher nicht gelebt werden konnten“. Denn die Selbstbestimmung und der Handlungsspielraum der Schulen wird massiv ausgebaut – vor allem in pädagogischer, organisatorischer und personeller Hinsicht. Für Ministerin Hammerschmid bildet das Autonomiepaket „das Herzstück der Bildungsreform, denn die PädagogInnen vor Ort wissen am besten, was am Schulstandort gebraucht wird und wie sie ihre Kinder am besten fördern können“. Auch SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann begrüßte das Autonomiepaket  und sprach von einem „echten Quantensprung in der Bildungsreform“. Mit dem Paket kommt man, so Grossmann, „weg von der Verordnungskultur hin zu mehr Selbstbestimmung und Flexibilität“.

Umsetzung bereits ab 2017/18

Die Umsetzung des Autonomiepakets startet bereits 2017/18 – und zwar an so genannten „Leuchtturmschulen“, also an hervorragenden Schulen, die bestehende autonome Freiheiten nutzen. Diese Schulen sollen andere Standorte mitnehmen, bis alle Schulen schrittweise umgestellt sind. Für Ministerin Hammerschmid ist klar, dass die neue, selbstbestimmte Schule auch qualitätssichernde Maßnahmen braucht. „Jetzt ist es unsere Aufgabe, die Schulen auf ihrem Weg in die neue Freiheit bestmöglich zu begleiten“, sagte Hammerschmid. Daher wird die Schulaufsicht stärker in Richtung Beratung der einzelnen Schulstandorte umgebaut, auch eine spezielle Controllingstelle wird eingerichtet.

Schulverbünde, neue Unterrichtsorganisation

Das umfangreiche Schulautonomiepaket ermöglicht den Schulen u.a. das Bilden von Schulverbünden (Cluster), der Unterricht wird z.B. in Sachen Unterrichtszeit und Fächerbildung neu organisiert, die SchulleiterInnen können in Zukunft selbst entscheiden, welche LehrerInnen aufgenommen werden können. Konkret umfasst das Autonomiepaket folgende Punkte:

  • und Bildungscampus bzw. Bildungsregion
  • neue Unterrichtsorganisation
  • der Pädagoginnen und Pädagogen
  • Auswahl der Schulleitenden
  • bedarfsorientierte Fortbildung.

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Die wichtigsten Eckpunkte und Vorteile des Schulautonomiepakets im Überblick