Verkehrssicherheit: Geschwindigkeitsanpassung rettet Leben

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist nach wie vor eine der Hauptursachen für tödliche Unfälle im Straßenverkehr. Verkehrsminister Jörg Leichtfried will mit einer Kampagne das Bewusstsein für dieses Thema schärfen.

90 Unfälle endeten im Vorjahr aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeiten auf Österreichs Straßen tödlich. Rund 14 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und knapp ein Viertel aller Unfälle mit Todesfolge lassen sich auf falsch gewähltes Fahrtempo zurückführen. Im Freilandgebiet ist nicht angepasste Geschwindigkeit sogar die Nummer eins bei tödlichen Verkehrsunfällen. Unter dem Motto „Lenken Sie Ihr Schicksal selbst“ starten das Verkehrsministerium und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) eine große Kampagne, die auf die Gefahren aufmerksam machen soll. „Die Wahl der passenden Geschwindigkeit entscheidet im Straßenverkehr über Leben und Tod. Darum ist es wichtig, die eigene Fahrgeschwindigkeit an das vorgeschriebene Tempolimit sowie Wetter-, Sicht- und Fahrbahnverhältnisse anzupassen“, sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

„Absolute Männerdomäne“

Analysen des KFV zeigen, dass männliche Lenker als Verursacher solcher Unfälle überrepräsentiert sind. Mit der Kampagne „Lenken Sie Ihr Schicksal selbst“ werden daher insbesondere die statistisch gesehen häufigsten Unfallverursacher – Männer im mittleren Alter, die sich als routinierte Fahrer wahrnehmen – angesprochen. „Tödliche Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit sind eine absolute Männerdomäne. Die Unfälle passieren oft auf der klassischen Heimstrecke, die man kennt und auf der man gerne zu schnell unterwegs ist“, macht Leichtfried deutlich.

Kampagnenstart im Herbst

Für die Konzeption und Umsetzung der Verkehrssicherheitskampagne stellt das Verkehrsministerium 3,5 Millionen Euro aus den Mitteln des österreichischen Verkehrssicherheitsfonds zur Verfügung. Die Kampagne startet bereits im Herbst 2016 und wird bis zum Frühjahr 2017 mithilfe von Fernseh- und Kinospots, Printanzeigen, Autobahnplakaten sowie Online- bzw. Social-Media-Aktivitäten umgesetzt.

SERVICE: Informationen sowie der Videospot zur Kampagne finden sich hier und auch auf Facebook.