Gleichstellung am Arbeitsmarkt bringt bessere wirtschaftliche Ergebnisse

Vor wenigen Tagen präsentierte die Boston Consulting Group die Studie „Frau Dich“ und sie zeigt überdeutlich: Mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt bringt bessere wirtschaftliche Ergebnisse.

Das gilt sowohl für einzelne Unternehmen als auch gesamtwirtschaftlich. In Österreich würde die Wertschöpfung um mindestens 5 Prozent bzw. 17 Mrd. Euro steigen, würden mehr Frauen in Führungspositionen und Vollzeit arbeiten.

47,7% der Frauen arbeiteten im Jahresschnitt 2015 Teilzeit in Österreich. Zwischen 30 und 40 Jahren steigt der Anteil von Frauen in Teilzeit massiv an und endet in einer „lebenslangen Babypause für Frauen“, wie die ExpertInnen der Boston Consulting Group das nennen. 50 Prozent der erwerbstätigen Frauen kehren nicht mehr in die Vollzeit zurück. Das und das mangelnde Aufrücken von Frauen in Führungspositionen blockiert Potenziale: Berufliche Potenziale von Frauen und wirtschaftliche Potenziale unserer Volkswirtschaft.

Die Studie "Frau dich" zeigt klar auf – Unternehmen müssen mehr tun, um Frauen zu unterstützen:

  • Wir brauchen endlich Quoten in Aufsichtsräten und in Führungspoistionen in der Privatwirtschaft.
  • Unternehmen müssen sich stärker darum bemühen, Frauen aus Teilzeit in Vollzeitbeschäftigung zu bringen.
  • Es braucht eine innerbetriebliche Einkommenstransparenz als Weiterentwicklung zum bestehenden Gesetz (einheitliche Formvorlagen, Aufschlüsselung der Gehaltsbestandteile, 1x pro Jahr konkrete verpflichtende Wirtschaftsgespräche über die Ergebnisse der Einkommensberichte und daraus abgeleitete Frauenförderplänen)

Das ist wirtschaftlich auch im Sinne der Unternehmen, der Wirtschaftskammer und der IV. Die staatsnahen Unternehmen in Österreich gehen mit gutem Beispiel voran. Der Anteil der Frauen, die der Bund in die Aufsichtsräte in staatsnahe Unternehmen entsendet, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und liegt nun bei 38 Prozent.