Regierung bringt Forschungsmilliarde auf den Weg

Die SPÖ-geführte Regierung hat heute grünes Licht für die Forschungsmilliarde gegeben, mit der österreichische Innovationen gezielt gefördert werden. Nach den großen Maßnahmenpaketen in den Bereichen Schule, Wirtschaft und Arbeit wird damit die nächste Initiative für mehr Wachstum und Arbeitsplätze auf den Weg gebracht.

Gerade für ein kleines Land wie Österreich, das in vielen innovativen Bereichen wie Mikroelektronik enormes Potenzial aufweist, ist das Forschungspaket „essentiell“, sagt Innnovationsminister Jörg Leichtfried: „Bei uns sollen die revolutionären Ideen entstehen, die sich auf der ganzen Welt durchsetzen.“ Ziel ist es, innovative, sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen. Denn bei aller Innovation und Modernisierung geht es „um die Menschen in unserem Land“, stellt Leichtfried klar.

Das heute beschlossene Forschungspaket ist die logische Fortsetzung des Start-up-Pakets. Es geht darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem eine positive wirtschaftliche Entwicklung möglich ist. Das erfordert Investitionen, wie auch Bundeskanzler Kern immer wieder betont, und zwar sowohl seitens der öffentlichen Hand als auch von privater Seite. Die Breitbandmilliarde, die bis 2020 für eine flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet sorgen und damit die Voraussetzung für innovatives Wirtschaften in ganz Österreich schaffen wird, ist dafür ein gutes Beispiel.

Auch das Forschungspaket folgt dem Gedanken einer Partnerschaft von öffentlicher Hand, Unternehmen, Wissenschaft und Forschung. 700 Mio. Euro werden für das Forschungspaket von 2018 bis 2021 seitens der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt, die wiederum private Investitionen von bis zu 500 Mio. Euro auslösen werden.

250 Mio. Euro werden über das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie bereitgestellt, für Programme, die eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft im Auge haben. Dazu zählen:

  • 80 Mio. Euro für Forschungsinfrastrukturen,
  • 80 Mio. Euro für "Early-Stage"-Projekte, die hochinnovativ und daher auch mit einem höheren Risiko behaftet sind,
  • 30 Mio. Euro für Wachstumsfonds für Hightech-Unternehmen und Start-ups, die wiederum zwischen 100 und 300 Mio. Euro an privaten Investitionen auslösen.
  • Die Gelder für die „Silicon Austria“-Initiative werden von 80 auf 110 Mio. Euro aufgestockt. Damit sollen die Kräfte im Bereich Elektronik und Mikroelektronik gebündelt und Österreich als Weltmarktführer etabliert werden.