Europäische SozialdemokratInnen fordern Verlängerung und Ausweitung der Jugendgarantie

Statt eines Auslaufens der Garantie sollen 20 Milliarden in Ausbildung und Jobs für junge Erwachsene bis 2020  investiert werden.

„Wirtschaftliche Krisen und Sparpolitik treffen Jugendliche und junge Erwachsene ganz besonders. Jeder fünfte europäische Jugendliche und junge Erwachsene in Europa ist arbeitslos, ein Drittel davon gilt als langzeitarbeitslos. Die europäische Sozialdemokratie (PES) hat einen European Youth Plan erstellt, der Investitionen in Jobs, Bildung, Kultur und Chancen für Kinder sicherstellen soll“, erklärt SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder anlässlich des heutigen und europaweit begangenen "Youth Action Day".

Dieser Plan soll eine Jugendgarantie fortführen, der die Zukunft der Jugend in Europa sichert. Nachdem die bisherige europäische Youth Guarantee ausläuft, fordern die europäischen SozialdemokratInnen deren Verlängerung und eine Ausweitung der Mittel auf 20 Milliarden für Investitionen bis 2020.

„Eine europaweit gültige Youth Guarantee ist absolut notwendig. Bei Jugendlichen zu sparen, hat fatale Auswirkungen. Für Ausbildung und Jobs für Junge in Europa muss Geld in die Hand genommen werden“, sagt die SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits.

Seit 2013 haben 9 Millionen junge Erwachsene von der Garantie profitiert

Bereits vor vier Jahren forderten die europäischen SozialdemokratInnen die European Youth Gurantee mit dem Ziel, jungen Erwachsenen unter 25 Jobs, Praktika oder spezifische Aus- und Fortbildungen zu ermöglichen. 2013 haben sich die EU-Mitgliedsstaaten formal für diese Garantie ausgesprochen – die Folge waren Investitionen in der Höhe von 6,4 Milliarden Euro  in einen Jugendbeschäftigungs-Fonds, aus dem Mitgliedsländer Maßnahmen finanzieren konnten. Rund neun Millionen junge Erwachsene haben seit 2013 ein  Angebot der European Youth Gurantee in Anspruch angenommen, die meisten davon waren Stellenangebote.

„Nachdem diese Garantie nun ausläuft, muss es Europa ein zentrales Anliegen sein, diese notwendigen Mittel und die Investitionen in die Jugend weiter sicherzustellen“, erklärt Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend. „Wir dürfen nicht zulassen, dass wichtige Initiativen wie diese einfach auslaufen. Vielmehr muss gewährleistet werden, dass sie ausgeweitet und verlängert werden“, so Herr. Darüber hinaus muss ein Fokus darauf gelegt werden, dass die Angebote qualitativ hochwertig sind – also fair bezahlt. Ebenso soll die Altersgrenze für jene, die Angebote in Anspruch nehmen können, erhöht werden.

Fotos der Aktion anlässlich des Youth Action Day finden sich in unserem Flickr-Album.