Arbeitslosigkeit geht leicht zurück

Erstmals seit Jahren sinkt die Arbeitslosenquote, konkret von 6,1 auf 5,9 Prozent. Das geht in die richtige Richtung. Investitionen in Industrie und Qualifikation werden die Stabilisierung weiter unterstützen.

Die Zahlen sind erfreulich, trotzdem mahnt Sozialminister Alois Stöger: „Für eine Trendwende braucht es weitere Anstrengungen und Impulse.“ In Bundeskanzler Christian Kern hat Stöger in seinen Bemühungen einen wichtigen Mitstreiter: „Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat für mich höchste Priorität. Den öffentlichen Investitionen kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Die Modernisierung der Infrastruktur bedeutet Aufträge für unsere Unternehmen und Arbeitsplätze in den Regionen.“ Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler argumentiert in diese Richtung: „Öffentliche Investitionen generieren weitere private Investitionen. Und das benötigen wir zur Ankurbelung des Wirtschaftsmotors.“

Stöger verweist auf die Qualifizierungsoffensive und das Wirtschafts- und Arbeitsmarktpaket. Die jüngst beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung, die im Jahr 2017 in Kraft treten, sollen 30.000 zusätzliche Ausbildungsplätze bringen, 20.000 Arbeitsplätze sichern und 10.000 neue Jobs schaffen. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der auch international noch immer gedämpften Wirtschaftsentwicklung seien auch in Zukunft weitere Maßnahmen nötig.

Niedermühlbichler erinnert an die zusätzlichen Mittel für Arbeitsmarkt und Qualifikation. „Auch die beschlossene Ausbildungsgarantie bis 25 wird weiter dazu beitragen, den Arbeitsmarkt zu entlasten“, ist Niedermühlbichler überzeugt. Das Wirtschaftspaket mit den Erleichterungen bei der Gewerbeordnung sowie der Unterstützung von Startup-Unternehmen wird zu einer weiteren Anhebung der Beschäftigungsquote führen.