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Ganztagsschulen für bessere Förderung der Kinder

Mit 750 Mio. Euro wird in den nächsten Jahren der Ausbau von Ganztagsschulen finanziert. Das fördert die Chancengerechtigkeit, weil Kinder aus sozial schwachen Familien bessere Betreuungs- und Ausbildungsqualität bekommen. Und insgesamt nützt es Eltern und Kindern, wenn Lernen und Üben vermehrt in der Schule erledigt werden.

Der internationale Vergleich zeigt, dass Ganztagsschulen der Regelfall sind. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hat betont , dass Ganztagsschulen eine wichtige Voraussetzung für bessere Ergebnisse sind. International erreicht kaum ein Schulsystem Spitzenleistungen, das nicht auf Ganztagsschulen setzt.

Was kommt
• 750 Mio. Euro werden zusätzlich zu den bestehenden Maßnahmen in den Ausbau investiert
• bis 2025 soll jede Schülerin und jeder Schüler im Umkreis von 20 km zum Wohnort einen Platz in einer Ganztagsschule finden
• bis 2025 soll es ein ganztägiges Angebot für 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler geben – das entspricht einer Verdoppelung der derzeitigen Quote
• gefördert werden sowohl die verschränkte Ganztagsschule (Unterricht, Lern- und Freizeit wechseln sich über den ganzen Tag verteilt ab) als auch offene Formen (reine Nachmittagsbetreuung)
• auch Betreuungsangebote während der Ferienzeiten an den Schulen werden künftig gefördert (wichtige Verbesserung für berufstätige Eltern)
•  Kostenbeiträge für die Nachmittagsbetreuung können sozial gestaffelt werden, was finanzschwächere Familien entlastet

Sowohl die „offene“, als auch die „verschränkte“ Form wird gefördert – die Wahlfreiheit bleibt also jedenfalls erhalten. In den ersten zwei Jahren werden allerdings nur verschränkte Ganztagsschulen gefördert, um eine Doppelförderung zu vermeiden – sie sind pädagogisch besonders sinnvoll.

Für SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann ist das jedenfalls die richtige Antwort auf die mageren PISA-Ergebnisse: "Die PISA-Ergebnisse zeigen uns klar, dass der Großteil von RisikoschülerInnen aus bildungsfernen und ressourcenarmen Familien stammt.“ Nicht nur Kinder, deren Familien sich eine qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung nicht leisten können, sondern alle Kinder sollen profitieren können.