Wirtschaft: Jahresbeginn bringt gute Nachrichten

Was gibt es Besseres als mit guten Nachrichten ins neue Jahr zu starten? Allen Unkenrufen zum Trotz steht Österreich viel besser da als vielfach angenommen. Wir haben die Fakten dazu gesammelt und eines ist klar: Die ÖsterreicherInnen haben sich mehr Optimismus verdient!

Wirtschaft im Aufschwung

Österreichs Wirtschaft wächst – und zwar schneller als erwartet. Ein Grund dafür ist die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen und die damit einhergehende Kaufkraftstärkung durch die Steuerreform 2016. Wer ein Monatsbrutto von 2000 Euro hat, bekam im gesamten vergangenen Jahr 870 Euro mehr aufs Konto.

Für 2017 geht das Wirtschaftsforschungsinstitut von 1,5 Prozent realem BIP-Anstieg aus. Der robuste konjunkturelle Aufwind wirkt sich auch auf die unternehmerische Stimmung der heimischen Wirtschaft aus. WIFO-Unternehmensumfragen zeigen: Österreichs Unternehmen schauen so positiv in die Zukunft, wie schon seit sechs Jahren nicht mehr. Ab diesem Jahr wird die Entlastung bei den Lohnnebenkosten über 520 Mio. Euro die Wirtschaft weiter ankurbeln, und das bedeutet ein Plus an Arbeitsplätzen. Damit wird sich die zunehmend positive wirtschaftliche Dynamik auch im neuen Jahr fortsetzen.

Beschäftigung nimmt zu

Die Zahl der Beschäftigten ist auch Ende Dezember wieder kräftig angestiegen. Mit 3.574.000 liegt die Zahl der unselbständigen Erwerbstätigen um 62.000 bzw. um 1,8 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Dem Arbeitsmarktservice sind derzeit 41.841 offene Stellen gemeldet, auch das entspricht einer deutlichen Zunahme im Jahresabstand von 12.380 Stellen bzw. 42,0 Prozent.

Die Prüfungs- und Beratungsorganisation EY prognostiziert für 2017 215.000 neue Jobs (im 10x so großen) Deutschland und 46.000 für Österreich. Für beide Länder Rekordbeschäftigung. Die Arbeitslosigkeit in Österreich nimmt Ende des Jahres 2016, bereits das zweite Monat in Folge, leicht ab. Im Dezember gibt es einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 7.085 Personen bzw. um 1,7 Prozent. Erstmals seit 2012 ist auch die Inländer-Arbeitslosigkeit gesunken. Erfreulich ist zudem die weiter rückläufige Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der vorgemerkten 15- bis 24-Jährigen liegt um 8,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Öffentliche Investitionen gestiegen

Für öffentliche Investitionen wurden mit dem Budget 2017 insgesamt fünf Milliarden Euro beschlossen – das sind 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Geld wird u.a. in Arbeitsplätze, in Schulen und in Verkehrs- und Telekomnetze sowie in die Gesundheitsversorgung, in Klein- und Mittelbetriebe, Start-ups und Gemeinden investiert.