Abschied von Sabine Oberhauser

Die höchsten VertreterInnen der Republik nahmen an der Trauerfeier für Gesundheits- und Frauenministerin Sabine Oberhauser teil, unter anderem Bundeskanzler Christian Kern, Nationalratspräsidentin Doris Bures und Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Die Spitzen von Republik, Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbund verabschiedeten sich mit persönlichen Erinnerungen von der viel zu früh Verstorbenen. „Ich lasse mir den Spaß am Leben einfach nicht verderben“, erinnerte sich Bures exemplarisch an einen Ausspruch der Verstorbenen zu ihrem Umgang mit der Krebserkrankung. Sabine Oberhauser sei „eine leidenschaftliche Kämpferin für Gerechtigkeit“ gewesen, „humorvoll, warmherzig und voller Lebensfreude“.

Bundeskanzler Kern würdigte Oberhauser als „authentische Sozialdemokratin, hervorragende Gewerkschafterin und große Feministin“, deren „Lebensenergie regelrecht ansteckend war“.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen sah in Sabine Oberhauser eine beispielgebende Persönlichkeit. „Sie hatte feste Wurzeln, klare Prinzipien. Sie hat enorm viel Kompetenz und Tatkraft gezeigt, und das Besondere war, dass sie das verbunden hat mit Humor und Selbstironie.“

ÖGB-Präsident Erich Foglar entrichtete seiner Gewerkschaftskollegin „ein letztes Freundschaft in dieser irdischen Welt“.

Sabine Oberhauser war Ärztin, ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende und seit 2006 Nationalratsabgeordnete der SPÖ. Im September 2014 wurde sie Gesundheitsministerin, im Juli 2016 übernahm sie zusätzlich die Frauenangelegenheiten. Im Februar 2015 machte sie ihre Krebserkrankung öffentlich, der sie zwei Jahre später, im Alter von 53 Jahren, erlag. Die Trauerfeier fand in der Feuerhalle Simmering neben dem Zentralfriedhof statt.