Weltfrauentag: Plan A für die Frauen umsetzen

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Die SPÖ fordert, die Rahmenbedingungen für Frauen in Österreich zu verbessern und die Maßnahmen im Plan A von Bundeskanzler Kern umzusetzen.

„Die Zeit drängt. Wir müssen den Plan A für Frauen zügig umsetzen. Die zentralen Themen sind für uns dabei ein Mindestlohn von 1.500 Euro, ein innerbetriebliches Lohntransparenzgesetz, Quoten für Aufsichtsräte in der Privatwirtschaft und der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr“, betonen SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek und SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner.

Veränderung der Arbeitswelt im Fokus der Aktionen der SPÖ-Frauen

In ganz Österreich veranstalten die SPÖ-Frauen rund um den Internationalen Frauentag Aktionen zum Thema Arbeit. Der Fokus liegt dabei auf der zunehmenden Digitalisierung und Veränderung der Arbeitswelt. Welche Chancen und Herausforderungen diese für Frauen bietet, darüber informiert eine eigene Veranstaltungsreihe. Infos dazu auf der Webseite der SPÖ-Frauen: www.frauen.spoe.at.

Niedermühlbichler: Rahmenbedingungen für Frauen verbessern

 „Auch im Jahre 2017 sind wir von echter Gleichstellung zwischen Frauen und Männern leider noch weit entfernt – vor allem, was die gleiche Bezahlung angeht“, erinnert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler an den Gender-Pay-Gap von 23 Prozent in Österreich. Auch mit der Aufgabe, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, werden immer noch vor allem Frauen beansprucht. „Wir müssen dringend die Rahmenbedingungen für Frauen in Österreich verbessern. Der Plan A von Bundeskanzler Kern enthält eine ganze Reihe zukunftsweisender Projekte, um die Situation für Frauen besser zu machen. Wir kämpfen dafür, dass der Plan A für die Frauen umgesetzt wird!“ Die Forderung der SPÖ nach verpflichtenden Frauenquoten in Aufsichtsräten hat bereits Eingang in das Arbeitsprogramm der Regierung gefunden. Ab 1.1.2018 soll in Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen sowie von Unternehmen mit mehr als 1.000 MitarbeiterInnen eine Frauenquote von 30 Prozent gelten, die bei Neubestellungen verpflichtend einzuhalten ist.

Mehr Infos zum Plan A finden Sie hier: www.meinplana.at

Schieder: Bezahlte und unbezahlte Arbeit besser verteilen

Auch wenn der Gender-Pay-Gap in den letzten Jahren kleiner geworden ist – „das geht zu langsam“, sagt SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder. Ein Teil der Lohnschere ist auf die hohe Teilzeitquote und den hohen Anteil an unbezahlter Arbeit, die überwiegend immer noch  Frauen leisten, zurückzuführen. „Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss besser verteilt werden“, fordert Schieder. Verbesserungen erhofft sich der SPÖ-Klubobmann vom neuen Kindergeldkonto, das seit 1. März in Kraft ist und Partnerschaftlichkeit bei der Familienarbeit belohnt. Auch der massive Ausbau ganztägiger Betreuungseinrichtungen ist wichtig, „wobei man bei der Vergabe von Förderungen darauf schauen muss, dass es auch in ländlichen Regionen entsprechende Öffnungszeiten gibt“.

Wurm: Frauenanteil in der Politik erhöhen

„Eine deutsche Studie bestätigt: Quoten wirken!“, betont SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm. Sie fordert die rasche Einführung von verpflichtenden Frauenquoten in der Privatwirtschaft, so wie im Arbeitsprogramm der Regierung vereinbart. Auch für die Politik wünscht sich die SPÖ-Abgeordnete wirksame Maßnahmen, um den Frauenanteil zu erhöhen. Sie bekräftigt ihre Forderung nach einer Frauenquote für den Nationalrat: „Ich werde hier nicht lockerlassen und intensiv Überzeugungsarbeit bei den anderen Fraktionen leisten.“

Bayr: Gleichberechtigung in allen Ländern der Welt vorantreiben

„Die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen ist national wie international noch nicht gelebte Realität”, bedauert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. „Das nachhaltige Entwicklungsziel Nummer 5 der Agenda 2013 zu Gendergerechtigkeit und Empowerment von Frauen und Mädchen, sowie das Ziel 4 zu Bildung sind für die Gleichberechtigung der Geschlechter essentiell“, unterstreicht Bayr. „Solange weniger Mädchen Zugang zu Bildung haben und solange Mädchen gegen deren Willen verheiratet und schwanger werden, ist die Gleichberechtigung noch in weiter Ferne“, bedauert Bayr.