Mehr regionale Lebensmittel für das Bundesheer

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und Landwirtschaftsminister Rupprechter wollen den Anteil regionaler Lebensmittel bei der Verpflegung des Bundesheeres weiter erhöhen und haben dazu einen gemeinsamen Arbeitsplan erstellt.

Schon jetzt besteht die Verpflegung der SoldatInnen im Österreichischen Bundesheer zu 72 Prozent aus regionalen Lebensmitteln. Unter dem Motto „Unser Heer isst regional“ wollen Doskozil und Rupprechter diesen Anteil weiter erhöhen – zugunsten der österreichischen Landwirtschaft, heimischer Arbeitsplätze, Klima und Ressourcen. Dieser Plan betrifft nicht weniger als 21.500 Tagesportionen.  Pro Jahr werden dafür unter anderem 3,4 Millionen Semmeln und 450 Tonnen Fleisch verbraucht.

Seit März 2016 sind öffentliche Einrichtungen bereits dazu verpflichtet, bei der Beschaffung von Milch, Butter, Fleisch und Eiern sowie Obst und Gemüse das Bestbieterprinzip statt des Billigstbieterprinzips anzuwenden. „Oberstes Ziel muss sein, die Steuergelder der Österreicherinnen und Österreicher für die regionale Wertschätzung einzusetzen. Mit dem Umstieg vom Billigbieter zum Bestbieterprinzip kann das umgesetzt werden“, sagt Doskozil. Es geht außerdem um die Reduktion von Fertigprodukten, mehr Produkte aus biologischer Landwirtschaft sowie Herkunftsangaben bei den Ausgabestellen. Derzeit ist der Gesetzesentwurf zur Vergaberechtsnovelle in Begutachtung und soll im Mai von der Regierung beschlossen werden.