Trendwende am Arbeitsmarkt erreicht

Am Arbeitsmarkt zeichnet sich erstmals nach Jahren eine Trendwende ab: Die Arbeitslosigkeit sinkt. Für die SPÖ-geführte Regierung hat die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weiterhin absolute Priorität. Die Aktion 20.000 nimmt Fahrt auf.

Die Arbeitslosenzahlen sind im März erstmals seit August 2011 spürbar gesunken. Das AMS spricht von einer „Trendwende“. Bundeskanzler Christian Kern sieht dennoch hohen Handlungsbedarf:  "Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist noch viel zu hoch. Deswegen ist das wichtigste Projekt der Bundesregierung die Arbeitslosigkeit zu senken". Arbeitsmarkt-Maßnahmen wie der Beschäftigungsbonus und die Investitionsprämie werden "sehr erfolgreich sein", sagt der Bundeskanzler. Insbesondere das Beschäftigungsprogramm Aktion 20.000 ist „sehr wichtig“, so Kern, denn „wir wissen, das größte Problem ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen über 50".

Aktion 20.000: Meilenstein bei Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler betont, dass die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit für die SPÖ-geführte Regierung weiterhin „absolute Priorität“ hat: „Wir dürfen bei unseren Anstrengungen nicht nachlassen, sondern müssen im Gegenteil dafür sorgen, dass insbesondere Langzeitarbeitslose am Job-Markt wieder Fuß fassen. Die Aktion 20.000 ist dabei ein Meilenstein. “ Die Generation 50+ ist besonders oft von Arbeitslosigkeit betroffen. „Aber nicht, weil diese Menschen nichts mehr beizutragen hätten, sondern oft allein aufgrund ihres Alters. Dem wollen wir mit der im Regierungsprogramm vereinbarten Aktion entgegenwirken. Wir wollen, dass Ältere die Chance auf ein selbstbestimmtes, unabhängiges Leben haben.“

Pilotprojekte starten im Juli in allen Bundesländern

Die Aktion 20.000, mit der die Arbeitslosigkeit in der Generation 50+ in den nächsten Jahren halbiert werden soll, nimmt Fahrt auf: Nach Wien und Linz, Region Weststeiermark, Villach Stadt und Land sowie Hermagor werden diese Woche die weiteren Modellregionen vorgestellt, in denen ab Juli die konkreten Pilotprojekte starten. Ab 2018 soll das Beschäftigungsprogramm flächendeckend implementiert werden. 20.000 neue Jobs sollen in Gemeinden und über gemeinnützige Einrichtungen österreichweit entstehen, etwa in den Bereichen administrative Unterstützung in Schulen, Kinderbetreuung im Schwimmbad, Einsatz in Pflegeheimen u.v.m. „Von der Aktion profitieren Langezeitarbeitslose und Gemeinden gleichermaßen. Ältere erhalten eine sinnvolle Tätigkeit und bieten den Gemeinden damit wertvolle Unterstützung“, sagt Niedermühlbichler. 200 Mio. Euro werden von der Bundesregierung dafür in den nächsten zwei Jahren zur Verfügung gestellt.