Weltgesundheitstag 2017 – erstklassige Medizin, die für alle leistbar ist!

Die WHO verbindet mit dem Weltgesundheitstag 2017 das Ziel Depressionen zu thematisieren. Depressionen stellen international ein bedeutendes gesundheitliches Problem dar. Die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken, wird auf 11-15 Prozent geschätzt. Betroffene, aber auch deren Familien, Freunde und Kollege Angehörige, sollen Hilfe erhalten.

Psychotherapie ist auch in Österreich ein wichtiges und zentrales Thema. Im Plan A haben wir festgehalten, dass es bis Ende 2017 einen einfacheren Zugang zu umfassender psychotherapeutischer Versorgung und eine freie Wahl des/der Therapeuten geben muss. Als ersten Schritt wurde die 25 prozentige Erhöhung für das Kontingent an Therapien beschlossen. Gesundheitsministerin Rendi-Wagner hat auch bekräftigt, dass in ihrem Ministerium an einem Konzept für kostenlose Versorgung gearbeitet wird, das im Juni 2017 fertig sein soll.

PatientInnen sollen beste Behandlungsform bekommen: Das gilt nicht nur für die Psychotherapie. Im letzten halben Jahr hat es einige Meilensteine gegeben, die im österreichischen Gesundheitswesen ins Rollen gebracht wurden, um eine schleichende Ausbreitung von Zweiklassen-Medizin zu bekämpfen:

Kürzere Wartezeiten bei MRT und CT ab 2018

Ab 2018  ist mit der ungleichen Behandlung bei MRT und CT-Untersuchungen vorbei. Konkret will man allen Patienten ab 2018 einen MR-Untersuchungstermin innerhalb von 20 und einen CT-Termin innerhalb von zehn Arbeitstagen anbieten – unabhängig von der Geldbörse. Privatpatienten dürfen künftig nicht mehr vorgereiht werden. Darauf haben sich Sozialversicherung und Wirtschaftskammer geeinigt.

200 Millionen für Ausbau der Primärversorgung

Bis 2020 werden 200 Millionen Euro aus Mitteln der Länder und der Sozialversicherung für die wohnortnahe und multiprofessionelle Primärversorgung zweckgewidmet. Diese bringt für PatientInnen und Gesundheitsberufe viele Vorteile – längere Öffnungszeiten, umfassende multiprofessionelle Versorgung, mehr Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Gesundheitsberufen.

Mehr zu Primärversorgungszentren und welche Vorteile sie bringen, kann auf dem Kontrast-Blog nachgelesen werden!

Abschaffung Selbstbehalte bei Spitalsaufenthalten von Kindern

Die Abschaffung der Kinderselbstbehalte bringt eine deutliche und spürbare finanzielle Entlastung für Eltern. Insbesondere für Familien mit Kindern, die aufgrund von schwerwiegenden Erkrankungen lange Spitalsaufenthalte brauchen, bringt die Abschaffung eine massive Erleichterung in ohnehin schon schweren Zeiten

Preisbremse bei teuren Medikamenten

Künftig hat bei Aufnahmen von Medikamenten in den Erstattungskodex der Kassen der EU-Durchschnittspreis zu gelten. Erhoben wird er mehrmals, um sinkende Kosten zu berücksichtigen. Dies gilt auch für besonders teure (weil oft neue und hoch wirksame) Präparate, mit denen die Firmen erst gar nicht in den Kodex hineinwollen, die von den Kassen in Ausnahmefällen – nach Chefarztbewilligung – aber trotzdem bezahlt werden. Festgelegt wurde auch, dass ein Originalprodukt um bis zu 30 Prozent billiger werden muss, wenn ein wirkstoffgleicher Nachfolger (Generikum oder Biosimilar) auf den Markt kommt.