Bundesrat beschließt wichtige Verbesserungen im Tierschutz

„Der Umgang mit Tieren ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Tierschutz kann nie weit genug gehen und die heute vorliegende Novelle war längst notwendig“, freute sich SPÖ-Bundesrätin Adelheid Ebner am 6. April im Bundesrat. Ebner begrüßte zudem ganz herzlich die erstmals im Bundesrat anwesende Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner.

„Es war sehr wichtig Anfang letzten Jahres die Strafbestimmungen für Tierquäler zu verschärfen. Dieser Prozess wird nun fortgeführt. Wir sorgen Schritt für Schritt für Verbesserungen im Tierschutz.“ Die Gesetzesinitiative ist das Ergebnis monatelanger Beratungen inklusive der bewussten Miteinbeziehung vieler Menschen, die im Tierschutz aktiv sind.

Weitreichende Maßnahmen

Konkret nannte Ebner die Stärkung der Tierschutzombudspersonen, das Verbot von Würgehalsbändern bei Hunden oder auch das Verbot der Abgabe oder des Verkaufs von Tieren im Internet, wenn diese nicht von professionellen Züchterinnen oder Züchtern kommen. „In Zukunft bedarf jede Tierhaltung wirtschaftlicher Art einer Bewilligung“, erklärte Ebner. Zusätzlich kommt die verpflichtende Kennzeichnung von Zuchtkatzen durch einen Microchip.

Weitere Schritte müssen folgen

Nicht zufriedenstellend war für Ebner das Ergebnis in Bezug auf die Anbindehaltung bei Rindern: „365 Tage im Jahr ohne freie Bewegung sind für mich ein beschämender Zustand.“ Mit der ÖVP war in dieser Frage leider keine andere Lösung möglich, bedauert die Abgeordnete.

„Vieles haben wir schon auf dem Weg gebracht, einiges ist noch zu tun. Der Mensch muss Verantwortung für seine Umwelt und seine Mitgeschöpfe tragen. Die Rechte von Tieren sind genauso wichtig wie die Rechte von Menschen.“, so Ebner. Als nächstes müssen daher Reformen bei den Tierhalteverordnungen passieren.