Wenn’s weh tut? 1450! Neue telefonische Gesundheitsberatung gestartet

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner hat den Startschuss zur neuen telefonischen Gesundheitsberatung gegeben. Unter der Telefonnummer 1450 gibt es – zunächst in Pilotregionen – rund um die Uhr Hilfe per Telefon.

Gesundheitliche Beschwerden halten sich nicht an Öffnungszeiten. Aber sie verunsichern. Vor allem bei Kindern oder älteren Menschen sind plötzlich auftretende Symptome beunruhigend. Was ist zu tun? Können die Schmerzen selbst behandelt werden oder muss ein Arzt oder gar die Notfallambulanz aufgesucht werden? Ab sofort erhalten Hilfesuchende in Niederösterreich, Vorarlberg und Wien im Rahmen einer Pilotphase Antworten auf solche Fragen – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. „Die telefonische Gesundheitsberatung ist eine große Innovation im österreichischen Gesundheitssystem, die unmittelbar bei den Menschen ankommt“, sagte Ministerin Rendi-Wagner bei der Präsentation des Projekts am Weltgesundheitstag.  

Schnelle Hilfe und Orientierung

1450 (ohne Vorwahl) ist eine niederschwellige Erstanlaufstelle bei Gesundheitsfragen und akuten Symptomen. Das Service selbst ist kostenlos, es fallen lediglich die tarifüblichen Telefongebühren an. Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal lotst alle AnruferInnen durch ein medizinisch-wissenschaftliches, international bewährtes Abfragesystem, schätzt die Dringlichkeit ein und gibt Verhaltensempfehlungen ab. Dabei wird auch der Wohnort berücksichtigt, wenn es um Informationen über ÄrztInnen in der Nähe und Öffnungszeiten geht. Der Dienst bietet damit nicht nur schnelle Hilfe, sondern auch eine Orientierung im Gesundheitswesen.

Österreich setzt internationale Standards

Die telefonische Gesundheitsberatung ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger und der drei Pilotbundesländer, die damit internationale Standards in Österreich setzen. Die Pilotphase geht bis Ende 2018. In dieser Zeit soll ein möglichst breites Bild darüber gewonnen werden, wie der Service in Österreich angenommen wird. Die Pilotbundesländer wurden unter den Aspekten unterschiedlicher, struktureller Gegebenheiten ausgewählt: Ballungsraum mit starker Infrastruktur (Wien), großflächiges, vielfältiges Bundesland (NÖ) und Vorarlberg mit seinen alpinen, dezentralen Strukturen. Pro Pilotbundesland gibt es einen Partner, der die professionelle Umsetzung des Gesundheitsservices gewährleistet. In Wien ist dies der Fonds Soziales Wien, in Niederösterreich die Notruf Niederösterreich GmbH und in Vorarlberg der Landesverband des Roten Kreuzes.

Mehr Informationen auf den Seiten des BMGF.