Integrationsjahr beschlossen

Der Nationalrat hat das Integrationsjahr beschlossen, für das sich die SPÖ stark gemacht hat – für Minister Stöger und Staatssekretärin Duzdar ein „Meilenstein der Integrationspolitik“.

Integration von Anfang an – das ist die Idee des Integrationsjahres, das nun im Rahmen des Integrationspakets beschlossen wurde. Ziel ist es, den Menschen Perspektiven und Chancen zu bieten. "Klar ist aber auch, wir schaffen die Angebote, diese müssen aber auch angenommen werden", betont Integrationsstaatsekretärin Muna Duzdar.

Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt

Asylberechtigten, subsidiär Schutzberechtigten sowie erstmals AsylwerberInnen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit werden verschiedene Module bereit gestellt: Neben Deutsch- und Wertekursen sind auch ein Kompetenzclearing, Bewerbungs- und Arbeitstrainings sowie Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen vorgesehen. Dazu zählt etwa auch die Mitarbeit in sozioökonomischen Betrieben oder der Besuch von Produktionsschulen und Lehrwerkstätten. „Arbeit ist einer der wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Integration. Deshalb bauen wir mit dem Integrationsjahr nicht nur sprachliche Barrieren ab – wir schaffen auch erstmals ein durchgehendes Integrationskonzept von Anfang an", betont Sozialminister Alois Stöger.

Schneller auf eigenen Beinen stehen

Durch die verschiedenen Maßnahmen im Integrationsjahr sollen geflüchtete Menschen in Österreich schneller auf eigenen Beinen stehen. Durch die klare zeitliche Befristung des Arbeitstrainings, das erste berufliche Erfahrungen ermöglicht, kommt es zu keiner Verdrängung inländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt und Lohndumping wird ausgeschlossen. „Es geht darum, dass Menschen die Chance bekommen, Erfahrungen am österreichischen Arbeitsmarkt zu sammeln, während sie auch von Integrationsberaterinnen und -beratern begleitet werden", sagte Duzdar.