Wissenschaftsausschuss beschließt Studienbeihilfen-Erhöhung: 60 Mio. Euro mehr

Der Wissenschaftsausschuss im Parlament hat vor kurzem den nächsten wichtigen Schritt zur Erhöhung der Studienbeihilfe gesetzt. Von der Reform der Studienförderung (plus 60 Mio. Euro!) sollen in Summe rund 40.000 Studierende profitieren.

Ab dem Wintersemester 2017/2018 werden die Höchststudienbeihilfen angehoben und die Einkommensgrenzen der Eltern angepasst. Erfreut über die Stipendien-Erhöhung zeigt sich Bildungsministerin Sonja Hammerschmid: „Die Novelle des Studienbeihilfensystems bedeutet für zigtausende Studentinnen und Studenten eine verbesserte finanzielle Lage und damit eine massive Verbesserung ihres Studienalltags. Unserem Ziel, dass alle jungen Menschen – unabhängig von ihrem sozialen Status – studieren können und die gleichen Chancen haben, sind wir mit dem Beschluss einen großen Schritt näher gerückt."

Ausweitung des BezieherInnenkreises

Auch SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl begrüßt den Beschluss: "Mit der Reform passen wir die Studienbeihilfe endlich an die Inflation der letzten zehn Jahre an und erreichen, dass mehr Studierende Stipendien beziehen können", so Kuntzl.  Von dieser längst überfälligen Valorisierung profitieren also nicht nur die rund 40.000 Studierenden, die jetzt schon Beihilfen beziehen, sondern es wird auch der BezieherInnenkreis ausgeweitet.

Beitrag gegen Armutsgefährdung und für mehr Bildungsgerechtigkeit

Studierende, die am Wohnort der Eltern studieren, dürfen durch die geplante Reform der Studienförderung mit einem Plus von jährlich 915 Euro rechnen. Und für Studierende, die nicht am Wohnort der Eltern studieren, soll es jährlich 1.308 Euro geben. Mehr Unterstützung gibt es aber auch für ältere Studierende (ab 24 Jahren), die laut Studierenden-Sozialerhebung überproportional mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben. Studierende dieser Altersgruppe werden künftig als auswärtig wohnend eingestuft, sie bekommen damit jedenfalls die erhöhte Studienbeihilfe. Denn in diesem Alter wollen Studierende nicht mehr daheim wohnen und benötigen Unterstützung für eigenen Wohnraum, auch deshalb, weil ab 24 ja auch die Familienbeihilfe wegfällt. Außerdem bekommen Studierende ab 24 Jahren einen monatlichen Zuschlag von 20 Euro, ab 27 Jahren von 40 Euro. „Mit der Erhöhung leisten wir einen wichtigen Beitrag gegen die Armutsgefährdung und für mehr Bildungsgerechtigkeit besonders auch für jene, die aufgrund ihrer Bildungsbiografie später mit einem Studium beginnen“, freut sich SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl.