Miliz wird aufgestockt

Zu dem geplanten Paket zur Stärkung der Miliz gehören vor allem die Neuausrichtung der Struktur und Investitionen in den Schutz der Soldatinnen und Soldaten.

Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil stockt die Miliz auf. 40 neue Jägerkompanien sollen bis 2026 geschaffen werden, zwölf davon bis zum kommenden Jahr. Ein Investitionspaket für die Ausrüstung sieht insgesamt 77 Mio. Euro vor. Ziel der Neuausrichtung ist die Stärkung des Milizanteils im Bundesheer.

Die Einheiten der Miliz bekommen einen starken Regionalbezug und klare Aufgaben. Dazu gehören der Schutz kritischer Infrastruktur (Schutz von Räumen und Objekten wie Umspannwerke, Tanklager), der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz einschließlich Grenzraumüberwachung und die Katastrophenhilfe.

Ein weiterer Schritt zur Attraktivierung der Miliz solle die Anrechnung von militärischen Ausbildungen für die berufliche Zukunft sein, wie der Minister ankündigte. Standardisierungen und Zertifizierungen sollen dabei einen „Mehrwert für den Arbeitsplatz generieren“. Neben militärischer Führungsausbildung betrifft dies etwa noch diverse Führerscheine, SanitäterInnenausbildung und Sonderausbildungen, wie Tauchkurse oder jene zum Heeresbergführer.

Miliz und Wirtschaft: Das Milizgütesiegel

Im Zuge der Neuausrichtung der Miliz wurde ein Milizgütesiegel als Anerkennung für milizfreundliche Unternehmen und Organisationen geschaffen. Das Gütesiegel ist eine sichtbare Auszeichnung für Unternehmen und ArbeitgeberInnen, die sich zum Bundesheer und zum Milizsystem bekennen. Unternehmen, die MilizsoldatInnen beschäftigen, sorgen gleichzeitig für Arbeit und Sicherheit und sind dadurch ein wertvoller Sicherheitspartner.

Mehr Informationen dazu auf der Website des Österreichischen Bundesheeres