SPÖ-Bauern fordern Trendumkehr bei der kleinstrukturierten Landwirtschaft

„Wir müssen von der Philosophie 'Wachsen oder Weichen' abgehen", so Josef Moosbrugger, geschäftsführender Vorsitzender der steirischen SPÖ-Bauern.

Der Strukturwandel seit Mitte der 90er Jahre hat leider zu einem massiven Wegbrechen der kleinen und mittleren Strukturen in der Landwirtschaft geführt. Für mich und die SPÖ Bauern stellt sich die Lage in der Steiermark im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe ernüchternd dar: „Wir müssen von der Philosophie‚ Wachsen oder Weichen‘ abgehen, vielmehr braucht es mehr dezentrale Mittel in neuen Förderperiode 2020+. Nur so kann man gezielt Fördermittel in unserer Region einsetzen, um die kleinstrukturierte Landwirtschaft nicht noch weiter schrumpfen zu lassen, sondern eine Trendumkehr im Bereich der ländliche Entwicklung zu erreichen.“

Im Bereich der Förderungen sei zu sondieren, wo noch zielgerichteter finanziell unterstützt werden kann. Es gibt unsererseits ein klares Bekenntnis zur Förderung. Die Landwirtschaft leistet viel Arbeit im Bereich Tourismus und Landschaftspflege, hier braucht es gezielte regionale Förderung. Allerdings fordern wir eine Förderobergrenze für Konzerne und Gutsbesitzer!

Auch die nachfolgende Generation soll Zukunftsmöglichkeiten für den eigenen Betrieb haben und gesunde Lebensmittel produzieren können. Das Motto lautet: „Regional statt Global.“ Eine wichtige Rolle dabei, spielt für die SPÖ auch weiterhin die kleinstrukturierte Landwirtschaft. Lebensmittel sollen umweltverträglich sein und nachhaltig produziert werden, das funktioniert in kleinen Landwirtschaften besonders gut.

Bundesminister Rupprechter muss die bäuerlichen Familienbetriebe besonders beachten. Im Rahmen der Preisgestaltung kann es nicht sein, dass nur die freie Marktwirtschaft regiert. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe kommen so unter Zugzwang.

Ich lade alle dazu ein, sich daran konstruktiv zu beteiligen, um gemeinsam die Familienbetriebe zu unterstützen.

Geschäftsführender Landesvorsitzender 
der SPÖ-Bauern Steiermark, Josef Moosbrugger