Vienna Pride: Zeichen setzen gegen Homophobie!

Am 17. Juni findet ihn Wien zum 22. Mal die Regenbogenparade statt, an der auch Bundeskanzler Christian Kern wieder teilnehmen wird. Die SPÖ setzt deutliche Zeichen gegen Homophobie und fordert die Ehe für alle.

Bei der Regenbogenparade werden wieder zehntausende Menschen die Wiener Ringstraße entlangziehen, um friedlich und bunt gegen Homophobie zu demonstrieren. Heuer steht die Parade unter dem Motto "Many colours – One community". Zum ersten Mal setzt auch das Bundeskanzleramt ein buntes Zeichen – es wird während der gesamten „Pride-Week“ in Regenbogenfarben erstrahlen.

Kern: „Community soll wissen, wir stehen hinter ihnen“

„Es ist mir ein Anliegen, dass die Community weiß, wir stehen hinter ihnen. Wir wollen ein sichtbares Zeichen setzen, das auch über die Grenzen hinaus für Solidarität steht“, betont Bundeskanzler Christian Kern. „Unsere Solidarität muss international sein“, sagt auch Staatssekretärin Muna Duzdar. „Mehr denn je müssen wir über die gleichen Rechte für alle Menschen reden. Wir müssen sie einfordern. Und zwar: Loud and Proud!“, so Duzdar.

SoHo: Höchste Zeit, die Ehe für alle zu öffnen

Mario Lindner, Vorsitzender der sozialdemokratischen LSBTI-Organisation SOHO und Bundesrat, bekräftigt die Forderung nach einer Umsetzung der „Ehe für ALLE“ noch in dieser Legislaturperiode. „Vor einer Woche hat die SPÖ einen umfassenden Gesetzesvorschlag vorgelegt, der die Ehe für alle ÖsterreicherInnen öffnet. Jetzt, rund um die Regenbogenparade, ist es höchste Zeit, dass auch die ÖVP sich endlich gegen die gesetzliche Diskriminierung von Schwulen und Lesben ausspricht – und die Ehe für alle mit uns öffnet.“

Rendi-Wagner und Leichtfried: Bekenntnis zu Vielfalt und Toleranz

Nicht nur an der SPÖ-Parteizentrale wurde die Regenbogenfahne gehisst. Auch am Gebäude, das das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie beherbergt, wurde mit einer Regenbogenfahne ein klares Signal für Vielfalt und Toleranz gesetzt. „Es ist inakzeptabel, dass im Jahr 2017 immer noch Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert werden", betont Frauenministerin Ministerin Pamela Rendi-Wagner. „Wir wollen Gleichberechtigung auf allen Ebenen und unabhängig von der sexuellen Orientierung – warum sollten wir bei der Ehe Halt machen? In der Bevölkerung gibt es schon eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung, jetzt gilt es, auch eine in der Politik zu finden", so die Ministerin. "Vielfalt ist eine der größten Stärken unseres Landes. Darum müssen wir Diskriminierung und Homophobie mit unserer ganzen Kraft bekämpfen", sagt Verkehrsminister Jörg Leichtfried.

Bayr: Es lebe die Vielfalt!

 „Homophobie ist mittelalterlich und überkommen“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fest. Gleiche Liebe – gleiche Rechte ist eine Forderung, die für Bayr endlich vollständig umgesetzt werden muss. "Homosexualität zu diskriminieren, ist der völlig falsche Ansatz", sagt Bayr und fordert stattdessen, die sexuellen und reproduktiven Rechte weltweit zu stärken. Selbstbestimmte Liebe und selbstbestimmte Familienplanung sind dabei laut der Nationalratsabgeordneten der richtige Zugang.

Ablauf Regenbogenparade:

Ab 14 Uhr geht es los beim Rathausplatz, vorbei an Parlament, Oper, Stadtpark, Urania, Ringturm, Börse und Universität. Über 60 Gruppen haben sich zur Teilnahme angemeldet, darunter viele Gruppen, Initiativen, Lokale und sonstige Einrichtungen der LSBTIQ-Community, aber auch große Unternehmen wie Wiener Linien, ÖBB, Ruefa, Almdudler, Shire/Baxter AG oder Microsoft Österreich sowie die Gewerkschaft VIDA und der Verein Wiener Jugendzentren. Neu ist die Teilnahme der 'Diplomats for Equality', einer Abordnung 30 diplomatischer Vertretungen in Wien, die im Paradenzug mitgehen wird. Zum zweiten Mal dabei sein wird auch Bundeskanzler Christian Kern sowie viele weitere SPÖ-PolitikerInnen

Setz auch du ein Zeichen!

Für alle UnterstützerInnen der Ehe-Öffnung startet eine eigene Online-Anwendung: Auf ehefueralle.soho.or.at gibt es ab sofort die Möglichkeit, Fotos mit der Aufschrift „Ehe für alle – Akzeptanz lieben, Akzeptanz leben“ zu branden.