Aktion 20.000 startet!

Durch den Beschluss des Nationalrats kann die Aktion 20.000 wie geplant mit 1. Juli in den Pilotregionen in allen Bundesländern gestartet werden. In Wien wurden bereits 200 Stellen geschaffen.

Die Aktion 20.000 ist Bestandteil des Plan A von Bundeskanzler Christian Kern und eine der ehrgeizigsten Arbeitsmarktinitiativen der letzten Jahrzehnte. „Mit dem flächendeckenden Einsatz ab 01.01.2018 halbieren wir langfristig die Langzeitarbeitslosigkeit in der Generation 50+ und geben tausenden Betroffenen echte Perspektiven“, stellt Arbeitsminister Alois Stöger klar. Die Vorbereitungsmaßnahmen in den Modellregionen sind bereits abgeschlossen. Das Arbeitsmarktservice (AMS) steht in engem Kontakt mit möglichen ArbeitgeberInnen, die zusätzliche Jobs schaffen können, Betroffene in den entsprechenden Arbeitsmarktbezirken wurden über die Aktion informiert. „Jetzt geht es darum, die ersten Stellen zu besetzen und dabei gleichzeitig Erfahrungen für die österreichweite Umsetzung zu sammeln“, so Stöger zu den nächsten Umsetzungsschritte zusammen.

Win-win-Situation für Gemeinden und Arbeitsuchende

Die Bundesregierung investiert in den kommenden zwei Jahren insgesamt 778 Millionen Euro in die Förderung neuer Jobs in Gemeinden, gemeindenahen Bereichen und gemeinnützigen Organisationen. „In vielen Bereichen gibt es Aufgaben, die bisher nicht erfüllt werden konnten, weil dafür das Personal gefehlt hat. Mit der Aktion 20.000 geben wir zum Beispiel Gemeinden die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen anzubieten, schaffen sinnstiftende Jobs für die Betroffenen und gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft“, erklärt Stöger. Dem AMS wurde bereits von zahlreichen Seiten Interesse an den geförderten Jobs gemeldet.

Gemeinde Wien bietet 200 neue Stellen

2016 waren fast 25 Prozent aller in Wien arbeitslos gemeldeten Personen über 50 Jahre. „Für uns war daher von Anfang an klar, dass wir bei der Aktion 20.000 des Bundes mitmachen“, unterstreicht Wiens Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner. In Wien ist es gelungen, in kurzer Zeit die im Pilotprojekt geplanten rund 200 neuen Jobs im Magistrat und Einrichtungen der Stadt Wien aufzustellen – neue und zusätzliche Jobs, die es ohne diese Aktion nicht geben würde. Diese neuen Jobs sollen dazu beitragen, Abläufe zu erleichtern und Services auszubauen. Das Berufsspektrum ist breit: Von administrativen Tätigkeiten bis hin zum Bereich Stadtplanung und Entwicklung. Es werden Bürokräfte, HandwerkerInnen oder IT-Fachleute gesucht.  „Die Aktion ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut. Deswegen werden vor allem auch jene Wienerinnen und Wiener profitieren können, die eine Leistung aus der bedarfsorientierten Mindestsicherung beziehen,“ bekräftigt die Stadträtin.