Arbeitslosigkeit geht weiter zurück – Aktion 20.000 startet

Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Im Juni ist die Zahl der Arbeitssuchenden im Jahresvergleich um 3,1 Prozent gesunken. Mit der Aktion 20.000, die nun in allen Bundesländern startet, soll die Zahl der älteren Langzeitarbeitslosen halbiert werden.

Am stärksten sank die Arbeitslosigkeit erneut bei Jugendlichen (minus 15,7 Prozent). Die Zahl der offenen Stellen ist um 38,1 Prozent gestiegen, die Zahl der offenen Lehrstellen erhöhte sich um 35,5 Prozent „Der Aufwärtstrend der letzten Monate hat sich verfestigt und wir setzen weitere Impulse, damit alle Bevölkerungsgruppen von der besseren Arbeitsmarktentwicklung profitieren können“, erklärte Sozialminister Alois Stöger. Mit insgesamt 3.682.000 unselbständig Beschäftigten wurde im Juni ein neuer Höchstwert erreicht. Das ist eine erneute Steigerung um 65.000 Arbeitsplätze (+1,8%) gegenüber dem Stand von Juni 2016. Die sinkenden Arbeitslosenzahlen machen sich in allen Bundesländern bemerkbar. Spitzenreiter ist Tirol (-10,4%) vor der Steiermark (-9,8%) und Kärnten (-7,5%). Die Arbeitslosigkeit ist sowohl bei Frauen (-3,2%) als auch bei Männern (-6,5%) rückläufig. Dabei geht die Arbeitslosigkeit sowohl bei InländerInnen (-5,5%) als auch bei Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft (-3,7%) weiter zurück.  

Älteren Langzeitarbeitslosen Chancen bieten

Schwierig gestaltet sich die Situation am Arbeitsmarkt für die Generation 50 +. Sie hat es nach wie vor schwer, nach einem Jobverlust am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Genau hier setzt die Aktion 20.000 an, die jetzt in den Pilotregionen in allen Bundesländern startet und bei der ältere Langzeitarbeitslose gemeinnützige Tätigkeiten erledigen. „Wir schaffen mit der Aktion 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze für die ältere Generation und geben tausenden Betroffenen eine neue Perspektive in ihrem Leben", betonte Stöger bei einem Pressegespräch in Linz anlässlich des Starts der Aktion 20.000 in der oberösterreichischen Modellregion Linz und Urfahr-Umgebung.

Startschuss für Aktion 20.000 in Linz

Die Vorbereitungen für die Aktion 20.000 sind in allen Modellregionen abgeschlossen. „Ich freue mich, dass wir jetzt den Betroffenen konkrete Jobs vermitteln und Erfahrungen für die österreichweite Umsetzung ab Jänner 2018 sammeln können“, betonte Stöger. Auch Oberösterreichs Landesrätin Birgit Gerstorfer unterstrich das enorme Potential der Aktion 20.000: „Die heute erschienene Arbeitsmarktstatistik für Juni 2017 ist ein neuerliches, klares Indiz für die Notwendigkeit der Maßnahme. Laut AMS setzt sich die Trendwende am Arbeitsmarkt  auch in Oberösterreich ungebrochen fort. Dennoch schlägt dieser Trend nicht auf die Gruppe der älteren Arbeitssuchenden durch.“ Für Gerstorfer steht außer Frage, dass „in einer solchen Situation die Politik dafür zu sorgen hat, dass der Aufschwung bei allen Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern ankommt.“

Neue Jobperspektiven mit Win-win-Effekt

Ziel der Stadt Linz ist es, mindestens 150 Personen im Magistrat und den Unternehmen der Stadt zu beschäftigen. 77 Personen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen. Dabei sind die Einsatzgebiete sehr vielfältig. Die neuen Arbeitsplätze entstanden in den Bereichen SeniorInnenbetreuung, Museen, Buchhaltung, IT, BürgerInnenservice, ZustellerInnen, HilfsarbeiterInnen und JuristInnen. Im Laufe der nächsten Wochen sollen noch viele weitere neue MitarbeiterInnen gewonnen werden. Dafür läuft gerade ein intensiver Vermittlungsprozess. Es wird erhoben, in welchen Aufgabenbereichen noch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können und diese werden in weiterer Folge vom AMS an die Zielgruppe ausgeschrieben. Insgesamt sollen in der oberösterreichischen Modellregion 600 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Mehr Infos zur Aktion 20.000 hier.