Beschäftigungsbonus: ÖVP steht erneut auf der Bremse

Auf Druck der SPÖ wurde vor kurzem der so wichtige Beschäftigungsbonus im Parlament beschlossen. Die Nachfrage seitens heimischer Unternehmen ist groß, doch die ÖVP steht erneut auf der Bremse.

Mehr als 700 Unternehmen haben sich bereits für den Beschäftigungsbonus beworben. Durch die Förderung können sich Unternehmen bis zu 50 Prozent der Lohnnebenkosten für drei Jahre zurückerstatten lassen. Davon profitieren besonders Österreichs kleinere und mittlere Unternehmen. Bis zu 150.000 neue Jobs können dadurch geschaffen werden. Doch die ÖVP bremst und beruft sich dabei auf eine ausstehende Entscheidung der EU-Kommission.

Leichtfried: „Menschen nicht im Regen stehen lassen“

Laut „Kleiner Zeitung“ darf die den Beschäftigungsbonus abwickelnde Förderbank aws auf Anweisung des ÖVP-Wirtschaftsministeriums keine Zusagen geben, bevor die EU grünes Licht gibt. Dazu Infrastrukturminister Jörg Leichtfried: „Rund 700 österreichische Betriebe haben schon um den Beschäftigungsbonus angesucht. Zahlreiche heimische Arbeitslose bekommen damit einen neuen Job. Diese Menschen dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden.“

Matznetter: Unternehmen brauchen Planungssicherheit

SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter ortet „Klärungsbedarf“ bei ÖVP-Wirtschaftsminister Mahrer und erinnert diesen daran, dass an den Beschäftigungsbonus  Erwartungen seitens der Unternehmen gekoppelt seien, wie wichtige Investitionsvorhaben, die zur Ankurbelung der Beschäftigung beitragen. „Unternehmerinnen und Unternehmer verlassen sich auf die Rechtssicherheit“,  betont Matznetter.