Papamonat, Babymonat, Karenz

Höchste Zeit für Rechtsanspruch auf Papamonat

Der auf SPÖ-Initiative eingeführte Papamonat gibt Vätern die Möglichkeit, von Anfang an aktiver an der Kindererziehung teilzuhaben. Jetzt ist es „höchste Zeit für einen Rechtsanspruch auf den Papamonat in der Privatwirtschaft“, sagt Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner.

In den letzten Jahren wurde das Erfolgsprojekt Papamonat immer weiter ausgebaut. 2011 wurde auf SPÖ-Initiative die Möglichkeit eines Papamonats im öffentlichen Dienst eingeführt und 2015 auf Regenbogenfamilien ausgeweitet. Im März dieses Jahres ist der Papa- bzw. Babymonat auch in der Privatwirtschaft angekommen. „Sowohl die Eltern-Kind-Beziehung als auch die Partnerschaft profitieren, wenn der Vater seine Elternschaft engagierter lebt“, betont Frauen- und Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner die Bedeutung der Maßnahme. „Es ist höchste Zeit für den Rechtsanspruch auf den Papamonat – mit dem Koalitionspartner war er leider bisher nicht durchsetzbar“, so Rendi-Wagner. Durch den Rechtsanspruch könnte eine weitere Hürde für Väter abgebaut werden, die sich aktiv in die Kindererziehung einbringen wollen.

Heinisch-Hosek: „Papamonat Gewinn für Mütter, Väter und Kinder“

„Nur, wenn es einen Rechtsanspruch für Väter auf ein Papamonat in der Privatwirtschaft gibt, wird das auch wirklich angenommen werden. Denn hier vom guten Willen der Arbeitgeber abhängig zu sein, macht es für engagierte Väter nicht gerade leicht“, weist SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger auf die Problematik hin. „Der Papa bzw. Babymonat ist ein wichtiger und vor allem natürlicher Einstieg in die Väterkarenz, das soll allen Vätern und Eltern in Regenbogenfamilien gleichermaßen zugutekommen“, sagte SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Denn junge Väter, die den Papamonat bezogen haben, gehen später häufiger in Karenz. Somit ist der Papamonat ein wichtiger Beitrag zu einer gleichberechtigten Aufteilung der Kindererziehung. „Das wäre ein Gewinn für die Mutter, die Väter und vor allem auch die Kinder“, so Heinisch-Hosek.

Der Papamonat kann von Vätern und Eltern in Regenbogenfamilien innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt des Kindes in Anspruch genommen werden. In der Privatwirtschaft ist das noch immer vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängig