Rendi-Wagner: Gesundheit unserer Kinder hat oberste Priorität

Für Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner hat die Gesundheit unserer Kinder einen besonders hohen Stellenwert. Sie hat daher ein Paket vorgestellt, das unter anderem Gratis-Mundhygiene für Jugendliche, gesundes Essen in der Schule und eine Erweiterung des Gratis-Kinderimpfprogramms beinhaltet.

„Der Ausbau der Kindergesundheit hat oberste Priorität bei der Prävention“, sagt Rendi-Wagner. Konkret soll es auch eine Gratis-Mundhygiene für Kinder und Jugendliche geben. Die Mundhygiene ist derzeit keine Sachleistung der Krankenversicherung und muss daher von den Patienten bezahlt werden – mindestens 60 Euro fallen dabei pro Behandlung an. „Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren eine Mundhygiene bei Zahnärzten oder in kasseneigenen Einrichtungen künftig gratis in Anspruch nehmen können“, erklärt Rendi-Wagner.

Zudem soll die Meningokokken B-Impfung in das Gratis-Kinderimpfprogramm aufgenommen werden.

Gratis gesundes Mittagessen

In Kindergärten und Schulen will die Gesundheitsministerin gesundes Essen für alle Kinder anbieten. In Ganztagsschulen soll das gesunde Mittagessen für alle Kinder gratis sein. Zudem sollen bestehende Initiativen wie die Umsetzung einheitlicher Leitlinien für Schulbuffets oder für das Mittagessen im Kindergarten ausgebaut und forciert werden. Ernährungsleitlinien sollen für alle Anbieter von Verpflegung in Kindergärten und Schulen verfügbar sein und schrittweise auch als verpflichtende Ausschreibungskriterien österreichweit ausgerollt werden.

Unterstützung für Familien von Anfang an

Das Projekt „Frühen Hilfen“ soll auf ganz Österreich ausgedehnt werden. Besonders Familien in belastenden Situationen können diese Unterstützung in Anspruch nehmen – insbesondere in Bezug auf Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in der Schwangerschaft und früher Kindheit. Die Familien bekommen Familienbegleiter zur Seite gestellt, die mit Hausbesuchen oder bei der Vermittlung von weiteren Unterstützungsangeboten helfen. Auch durch Vernetzung und Kooperation von bereits bestehenden Institutionen und Angeboten (Schwangerschaftsberatung, Elternbildung) wird Unterstützung geleistet. In den letzten Jahren wurden 23 Netzwerke in Teilen Österreichs ausgerollt. Künftig soll das Angebot auf ganz Österreich ausgeweitet und finanziell abgesichert werden. Davon würden jährlich rund 13.000 Familien profitieren.

Denn, so die Gesundheitsministerin: „Gesunde Kinder von heute sind die gesunden Erwachsenen von morgen. Und jedes Baby, jedes Kind, jeder Jugendliche hat die Chance auf ein gesundes und gutes Leben von Anfang an verdient.“