Regionale Gesundheitszentren

Neues Regionales Gesundheitszentrum in Wien öffnet

Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner hat das österreichweit dritte Regionale Gesundheitszentrum eröffnet. Wohnortnahe, umfassende Gesundheitsversorgung an 50 Stunden pro Woche wird jetzt auch in Wien Donaustadt Wirklichkeit.

Am Montag eröffnet in der Wiener Donaustadt das zweite Regionale Gesundheitszentrum in Wien. Drei Allgemeinmedizinerinnen sowie eine Psychotherapeutin, eine Diätologin und eine diplomierte Krankenschwester kümmern sich um die PatientInnen. Insgesamt will Rendi-Wagner bis 2021 österreichweit 75 PHC-Standorte errichten.

„Die kürzlich veröffentlichte Sozialversicherungsstudie bestätigt unseren Weg, die Primärversorgung weiter zu stärken. Nur so können Spitäler entlastet und unser Gesundheitssystem nachhaltig abgesichert werden. Deswegen freut es mich, dass wir heute das österreichweit dritte Regionale Gesundheitszentrum eröffnen. Da die Gründung solcher Zentren auch größtenteils Neuland für Ärztinnen und Ärzte ist, werden wir mit viel Information – von rechtlicher Beratung, Hilfe bei der Erstellung eines Versorgungskonzeptes, bis hin zu organisatorischer Unterstützung bei Förderungen – zur Seite stehen“, sagt Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner.

Die Praxis liegt in unmittelbarer Nähe zum Donauspital, dessen Ambulanzen durch die neue Einrichtung spürbar entlastet werden sollen. 50 Stunden pro Woche wird das – nach Wien Mariahilf und Enns – österreichweit dritte Zentrum geöffnet haben, und zwar das ganze Jahr über, ohne Urlaubspause. Als besonderen Schwerpunkt wollen die drei Ärztinnen – zwei davon kommen aus der Notfallmedizin – chronisch Kranke betreuen, beispielsweise Diabetiker.

Beste Gesundheitsversorgung in der Region

Die Vorsitzende des Sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbands (GVV Österreich) Maria-Luise Mathiaschitz, dass Regionale Gesundheitszentren „ein wichtiger Beitrag sind, die beste Gesundheitsversorgung in der Region zu sichern“. Bis 2025 gehen rund 60 Prozent der HausärztInnen in Pension. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner habe, so Mathiaschitz, die Zeichen der Zeit erkannt und mit dem Ausbau der Primärversorgung rechtzeitig dafür gesorgt, dass einem ÄrztInnenmangel vorgebeugt und die Gesundheitsversorgung gesichert wird. „Regionale Gesundheitszentren bieten attraktive Rahmenbedingungen für HausärztInnen durch mehr Teamwork auch mit anderen Gesundheitsberufen. Das sorgt für Entlastung – gerade im ländlichen Raum wird der Hausarztberuf so wieder attraktiver gestaltet“, so die GVV-Vorsitzende.

Besonders PatientInnen profitieren von den neuen Versorgungsmodellen, so Mathiaschitz: „Wohnortnahe Versorgung, kurze Wege durch verschiedene Gesundheitsberufe unter einem Dach oder im Netzwerk, professionelle Versorgung bei längeren Öffnungszeiten“, skizziert Mathiaschitz die Vorteile für PatientInnen und spricht von einer „Win-win-Situation für PatientInnen und ÄrztInnen“. Gemeinden können auf diese Weise die hausärztliche Versorgung vor Ort sichern und ihren BürgerInnen eine optimale Infrastruktur zur Verfügung stellen.

Die Regionalen Gesundheitszentren werden zudem dem Bedarf der Bevölkerung der jeweiligen Region entlang errichtet – berücksichtigt werden etwa häufige Krankheiten oder die Altersstruktur der Bevölkerung. Bis 2021 soll es zumindest 75 Zentren österreichweit geben